Reeperbahn : Obdachlose starben an Alkoholvergiftung

Die Obdachlosen starben vor den vernagelten Schaufenstern des ehemaligen „Lido“. Foto: BELA

Ende Oktober verstarben zwei Obdachlose innerhalb weniger Stunden auf der Reeperbahn. Inzwischen ist das Rätsel um den Tod gelüftet.

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Die beiden Obdachlosen verstarben an übermäßigem Alkoholkonsum, teilte die Staatsanwaltschaft nach einer Obduktion auf Hinz&Kunzt-Nachfrage mit. Binnen weniger Stunden waren sie auf der Reeperbahn am letzten Oktober-Wochenende gestorben. Der gerufene Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Am frühen Abend hatte ein Obdachloser bemerkt, dass sein 46-jähriger Trinkkumpane plötzlich nicht mehr ansprechbar ist. Der Notarzt stellt vor Ort den Tod fest. Gut acht Stunden später, um 4.50 Uhr, erlebt der Mann das gleiche noch einmal auf seiner Platte vor dem ehemaligen „Lido“.

Weil beide Obdachlosen nur wenige Meter voneinander entfernt verstarben, hatte die Polizei prüfen lassen, ob möglicherweise giftige Gase aus einem Gebäude ausgetreten waren. Inzwischen steht allerdings fest, dass die Obdachlosen an übermäßigem Alkoholkonsum verstarben.

 

Über den Autor
Jonas Füllner
Studium der Germanistik und Sozialwissenschaft an der Universität Hamburg. Seit 2013 bei Hinz&Kunzt - erst als Volontär und inzwischen als angestellter Redakteur.

1 Kommentar zu “Obdachlose starben an Alkoholvergiftung

  1. Da muß man erst ein mal die Worte finden, die man in sich selbst erst suchen muß.
    Seit ich bei HINZ&KUNZT bin, weiß ich das, aber ich wußte es auch schon vor her, das Alkohol tötet, denn so etwas lehrnt man als Rettungssanitäter.

    Aber es gibt immer noch einige da draußen, das Akohol trinken wärmt, was ja nicht stimmt. Aber den da draußen kann man es erzählen, und erzählen, so viel man will. Dann kommt dieser Spruch, den ich schon nicht mehr hören kann: „So ertragen wir hier das Leben besser !!“
    Mag stimmen, aber hilft ja nicht weiter, denn andere sagen, das sie sich da mit betäuben.
    Das haut wohl er hin, das dies der richte Ausspruch ist, hilft aber auch kein weiter.
    Es ist verdammt schwer, wer da mal reingerät, kommt von alleine auch nicht wieder heraus.

    Das hilft die dort Verstorben sind nun auch nicht mehr, so traurig das sein mag,
    denn es ist und bleibt traurig, weil sie noch unter uns sein könnten !

    R.I.P.
    In diesem Sinn, mögen sie uns nicht verloren gehen,
    denn jeder da draußen könnte der nächste sein,

    Erich Heeder HINZ&KUNZT VERKÄUFER

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