9-Euro-Ticket : Initiativen und Verkehrsbetriebe fordern dauerhaft preiswerte Busse und Bahnen

Noch ist umstritten, ob und wie das 9-Euro-Ticket nach dem 31. August eine Zukunft haben wird. Verkehrsbetriebe fordern eine Verlängerung, eine Hamburger Initiative ruft für diesen Freitag zum Demonstrieren auf.

Hinz&Kunzt Randnotizen

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„9-Euro-Ticket-Forever“: Unter diesem Motto ruft das Bündnis 9-Euro-Ticket für diesen Freitag um 16 Uhr zu einer Demonstration am Jungfernstieg auf. Die Einführung der preiswerten Monatskarte, die Ende August auslaufen soll, sei ein richtiger Schritt der Bundesregierung gewesen: „hin zu einer sozialen und ökologischen Verkehrswende, hin zu mehr bezahlbarer und umweltschonender Mobilität“, so die Initiative. Doch brauche es eine dauerhafte Lösung: „Inflation, Teuerung, die drohende Explosion von Heiz- und Nebenkosten machen schon jetzt zahlreichen Hamburgerinnen und Hamburgern zu schaffen. Im kommenden Winter wird sich diese Situation zuspitzen – umso wichtiger, dass wir nicht auch noch Unsummen für steigende HVV-Tickets ausgeben müssen.“

Zuletzt hatten Verkehrsbetriebe eine Verlängerung der preiswerten Monatskarte um mindestens zwei Monate gefordert. In der Ampel-Koalitiion ist bislang keine Mehrheit für einen solchen Schritt erkennbar. Wird die Maßnahme nicht verlängert, werden mehr als 200.000 Hilfeempfänger:innen in Hamburg wieder auf das Sozialticket zurückgreifen müssen, bei dem die Stadt Monatskarten mit 23 Euro bezuschusst. Im Ergebnis würde die preiswerteste Monatskarte für Hartz-IV-Beziehende und Asylbewerber:innen dann wieder deutlich mehr kosten: ab 35.50 Euro im Abo. Laut Sozialbehörde nutzten zuletzt allerdings nur etwa 46.000 Berechtigte den Zuschuss der Stadt – also nicht mal jede:r Vierte.

Autor:in
Ulrich Jonas
Ulrich Jonas
Ulrich Jonas schreibt seit vielen Jahren für Hinz&Kunzt - seit Anfang des Jahres als angestellter Redakteur.

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