Daniel Hopp hat sich mit suchtkranken und obdachlosen Menschen zusammengetan. Im Kunsthaus kontern sie Klischees mit Fiktion und Fantasie – das hat dem Künstler einst selbst aus der Sucht geholfen.
Eine Frau umarmt ein Mädchen und einen Jungen auf einer Bühne, streicht ihnen zärtlich übers Haar, drückt sie eng an sich – und stimmt ein bekanntes Kinderlied an: „Babyshark, düp düdüdüdüdüp, Babyshark düp düdüdüdüdüp!“ Die Kinder singen mit, lachen. Die Frau lacht auch, dabei laufen ihr Tränen übers Gesicht. Die kurze Szene stammt aus der mehrteiligen Filminstallation „Fictional Healing“ des Künstlers Daniel Hopp, der ab Ende März im Kunsthaus ausstellt. Im Zentrum stehen Menschen, die suchtkrank und obdachlos sind. Jene Menschen, die oftmals kollektiv nur noch als „Junkies“ oder „Penner“ wahrgenommen werden, nicht mehr als das, was sie sind: individuelle Persönlichkeiten mit Hoffnungen, Träumen und Ängsten.
Der 42-Jährige ist zu ihnen auf die Straße gegangen, hat in Berlin, Mün...
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