Mit Scheinbesetzungen gegen Leerstand
Um gegen den grassierenden Leerstand in Hamburg zu protestieren, haben Aktivisten an zahlreichen Häusern Transparente angebracht. Darin sollen Flüchtlinge oder Wohnungslose untergebracht werden, fordern sie.
Um gegen den grassierenden Leerstand in Hamburg zu protestieren, haben Aktivisten an zahlreichen Häusern Transparente angebracht. Darin sollen Flüchtlinge oder Wohnungslose untergebracht werden, fordern sie.
Unweit des Niendorfer Geheges steht in einer Einfamilienhaus-Siedlung ein kleines Wohnhaus leer. Aufmerksam wurden wir auf das ungenutzte Gebäude durch den Leerstandsmelder. Als „seit vielen Jahren leerstehendes älteres weißes Einfamilienhaus“ wurde das Objekt Ende Oktober in dem Portal eingetragen.
Wenn ein Hartz-IV-Empfänger in Hamburg mehr als 348,50 Euro Miete bezahlt, bekommt er vom Jobcenter nur einen Teil davon erstattet. Insgesamt mussten Hilfeempfänger im Jahr 2014 deswegen 20 Millionen Euro draufzahlen.
Im Zuge der IBA und der Internationalen Gartenschau wurde in der Nähe des Wilhelmsburger S-Bahnhofs das Hybrid House gebaut. Ein Mieter für das hochmoderne Gebilde wurde allerdings nie gefunden. Laut Eigentümer WPH Wohnungsbau ist man auf Mietersuche. Bislang erfolglos.
Im laufenden Jahr wurden in Hamburg schon über eine halbe Million Mahnungen verschickt und Tausende Stromsperren verhängt. Linken-Politikerinnen sprechen von einem „stillen sozialen Skandal“. Rekord-Zahl von Stromsperren bundesweit.
Für eine kurzfristige und übergangsweise Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtzentrum würde sich hervorragend das Springer-Verlagsgebäude anbieten. Dieser Vorschlag kommt Bernd Kniess, Professor für Städtebau an der Hafencity Universität.
Hier gibt sich der Eigentümer nicht mal die Mühe, den Leerstand in bester Lage zu verbergen: keine Alibi-Gardinen, wild wuchert das Grün in den Gärten. Die drei Villen in Uhlenhorst stehen seit mindestens zwei Jahren leer, sollen angeblich saniert werden.
Strassenblues.de feierte mit 350 Obdachlosen am Sonntag in der Rathauspassage. Weitere Hilfsaktionen: Helfer der Kleiderkammer Messehalle brachten Spenden ins Winternotprogramm im Münzviertel und vor die Alimaus in Altona.
Bis vor drei Jahren nutzte der Schulberatungsdienst ReBBZ die ehemalige Volksschule im Karolinenviertel. Seitdem steht das im städtischen Besitz befindliche Gebäude leer. Es umfasst über drei Stockwerke eine Nutzfläche von mehr als 1200 Quadratmetern.
Seit Juni steht dieses Bürohaus an der Alster weitgehend leer. Stadtteilaktivisten würden hier gerne Menschen wohnen sehen. Der Eigentümer, die Allianz Real Estate, erklärt auf Hinz&Kunzt-Nachfrage, dass das Gebäude abgerissen werden soll.