Adventskalender : 16. Dezember: Fährhausstraße 14/14a

Hier gibt sich der Eigentümer nicht mal die Mühe, den Leerstand in bester Lage zu verbergen: keine Alibi-Gardinen, wild wuchert das Grün in den Gärten. Die drei Villen in Uhlenhorst stehen seit mindestens zwei Jahren leer, sollen angeblich saniert werden.

Faehrhausstr1Entsprechende Bauanträge seien gestellt worden oder „werden zeitnah erwartet“, so das Bezirksamt Nord. Wann die Anträge gestellt und wann sie genehmigt wurden und warum der Leerstand seitdem geduldet wird, beantwortete das Amt nicht und verwies allgemein auf „komplexe Verwaltungsverfahren, die sich zum Beispiel aus Anforderungen des Denkmalschutzes oder des Baurechts ergeben“.

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Rund um die Alster stehen noch weitere schöne Häuser seit Jahren leer und warten auf eine sinnvolle Nutzung: etwa am Leinpfad 21 oder in der Bebelallee 10 und 11.

Text und Foto: Ulrich Jonas

1 Kommentar zu “16. Dezember: Fährhausstraße 14/14a

  1. Was für eine maßlose Kulturschande!!! Den Besitzern, so sie denn reine Spekulationsabsichten verfolgen, sollte man gesetzmäßig mal ganz energisch in die Pflicht nehmen! Ein solcher jahrelanger Leerstand sollte nicht mehr steuerlich absetzbar sein! Wer aber aus Geldnotgründen sein Haus nicht mehr vermieten und nicht sanieren kann (muß der Eigentümer aber nachweisen können bzw. sollte er), braucht finanzielle Anreize. Denkmalgeschützte Häuser können von einem neuen Käufer bei einem Sanierungsstau steuerlich abgesetzt werden. Denkmalschutz muß hochgestellt bleiben. Es kann nicht sein, daß solche Objekte einfach dem Verfall preisgegeben werden. Solange Sanierungsstaus nicht unzumutbar werden, könnte man die Häuser auch preiswerter vermieten. Wenigstens solange, bis sich eine weitere Lösung gefunden hat. Solche Perlen einfach vergammeln zu lassen, während Wohnraum knapp wird, ist auch nicht in Ordnung.

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