„Olli’s Regenbogenhaus“ auf der Reeperbahn bietet Menschen Wohnraum, die auf dem normalen Wohnungsmarkt keine Chance hätten. Die Warteliste ist lang. Nun gibt es gute Nachrichten.
Ab Oktober wird die gemeinnützige „Regenbogenhaus Stiftung“ zwei weitere Wohnprojekte nach Vorbild des Regenbogenhauses eröffnen. Das teilten die Betreibenden bei einem Sommerfest des Projekts auf St. Pauli an diesem Donnerstag (25. August) mit. In der Schanze entsteht demnach ein weiteres Projekt mit elf Wohneinheiten. Zusätzlich wird in Niendorf ein Haus ausschließlich für Frauen mit fünf Wohneinheiten eröffnet.
Auf St. Pauli leben derzeit 57 Menschen in den fünf Etagen über der Boutique Bizarre auf der Reeperbahn 35 – unter ihnen zwei Frauen. Mindestens 50 Menschen warten auf einen Platz im Haus, sagt Projektbetreiber Oliver Zeriadtke. Er und seine Partnerin Antje Blum betreiben das Regenbogenhaus seit 2023. Sie fragen nicht nach einer Schufa-Auskunft und verlangen eine Kaution von nur einer Monatsmiete. Die Mieten liegen zwischen 450 und 700 Euro warm monatlich.
Zeriadtke und Blum wollen Menschen ein sicheres und dauerhaftes Zuhause geben, die sonst kaum eine Chance darauf hätten. Einige der Bewohner:innen sind obdachlos gewesen und haben im Regenbogenhaus einen Ort gefunden, an dem sie in einem geschützten Raum wieder zur Ruhe kommen können. „Wir freuen uns riesig, dass wir nun noch mehr Menschen ein Zuhause geben können“, sagt Zeriadtke gegenüber Hinz&Kunzt.
Wie das Regenbogenhaus organisiert ist, welche Menschen dort leben und was die Bewohner:innen selbst über ihr Leben dort sagen, lesen Sie ab dem 1. September in der Hinz&Kunzt September-Ausgabe. Darin befindet sich eine ausführliche Reportage mit einem Blick hinter die knallbunte Fassade des Hauses.
