Jahr für Jahr werden mehr Obdachlose aus Hamburg in ihre einstige Heimat abgeschoben. Damit setzen die Behörden eine Vereinbarung aus dem rot-grünen Koalitionsvertrag um.
Im vergangenen Jahr haben Hamburger Behörden 31 obdachlose Menschen vor allem nach Polen und Rumänien abgeschoben. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der rigiden Behördenpraxis vor knapp zehn Jahren, wie aus Senatsantworten auf Bürgerschaftsanfragen der Linksfraktion hervorgeht. Seit 2017 überprüft die Ausländerbehörde verstärkt, ob EU-Bürger:innen trotz des in der Europäischen Union geltenden Freizügigkeitsrechts zur Ausreise aufgefordert werden können. Immer wieder kontrolliert die Behörde auch zusammen mit der Polizei gezielt Obdachlose und Bettler:innen mit nichtdeutschem Aussehen in der Innenstadt.
Abgeschobene Obdachlose pro Jahr: 2025 31 2024 30 2023 15 2022 ...
