Bedrohte Tiere

Hamburgs Spatzen droht das Aus

Zwei Spatzen sitzen an einer Tränke, ihre Silhouetten spiegeln sich im Wasser
Zwei Spatzen sitzen an einer Tränke, ihre Silhouetten spiegeln sich im Wasser
Immer seltenerer Anblick: Haussperlinge an einem Vogelbad. Foto: NABU/Mathias Schäfer

Zum Weltspatzentag schlägt der NABU Alarm: Die Population der Haussperlinge in Hamburg ist in nur 15 Jahren um 45 Prozent geschrumpft. Wo die letzten Spatzenparadiese der Hansestadt liegen.

Zum Weltspatzentag am Freitag erinnert der NABU an den starken Rückgang der Haussperlinge in der Hansestadt: In Hamburg steht der Vogel seit 2018 sogar auf der „Roten Liste“, da seine Population in 15 Jahren um 45 Prozent zurückging. „Haussperlinge benötigen dringend Unterstützung, damit sie nicht aus unserem Stadtbild verschwinden“, sagt Marco Sommerfeld, Referent für Vogelschutz beim NABU Hamburg.

„Der Weltspatzentag erinnert daran, dass auch scheinbar alltägliche Arten unsere Aufmerksamkeit und unseren Schutz brauchen. Der Erhalt der Haussperlinge ist nicht nur wichtig für die Artenvielfalt, sondern auch für das ökologische Gleichgewicht in unseren Städten.“

Die Spatzen von St. Pauli
Bedrohte Stadttiere
Die Spatzen von St. Pauli
Auf St. Pauli liegt ein Spatzenparadies. Es ist eines der letzten in Hamburg, seit 2019 gilt der Vogel als gefährdet.

Als Grund für den Rückgang nennt der NABU mangelnde Nistmöglichkeiten und ein abnehmendes Nahrungsangebot. Sanierte Gebäude böten kaum noch Platz zum Nestbau, da Nischen und Hohlräume verschwänden. Gleichzeitig nehme das Nahrungsangebot durch den Verlust von Hecken und wilden Ecken ab.

Eines der letzten „Spatzenparadiese“ Hamburgs befindet sich auf St. Pauli. Ein Verein kümmert sich an der Hafenkante um die dort lebenden rund 80 Haussperlinge. Wieso sich die Tiere dort wohl fühlen, erfahren Sie in unserer Reportage aus dem Jahr 2024.

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Autor:in
Benjamin Buchholz
Benjamin Buchholz
Seit 2012 bei Hinz&Kunzt. Redakteur und CvD für das Onlinemagazin.

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