Erneut ist in Hamburg ein Mensch auf der Straße gestorben. Damit sind allein im Januar mindestens sechs Obdachlose im öffentlichen Raum zu Tode gekommen. Zählt man die Todesfälle in Krankenhäusern und Notunterkünften hinzu, steigt die Zahl auf 18.
Und wieder ist ein Obdachloser auf der Straße gestorben. Dieses Mal traf es einen 30-Jährigen, der am 28. Januar am Schlengendeich im Hafengebiet tot aufgefunden wurde, so die Polizeipressestelle auf Hinz&Kunzt-Nachfragen. Somit sind im Januar mindestens sechs Obdachlose im öffentlichen Raum gestorben. Zählt man die Menschen hinzu, die vergangenen Monat im Krankenhaus oder in einer Winternotunterkunft gestorben sind, steigt die Zahl der Todesfälle auf mindestens 18. Ein Obdachloser, von dem es zunächst hieß, er sei auf der Straße gestorben, starb laut Polizei in einer Wohnung, in der er sich vorübergehend aufgehalten hatte.
Im gesamten vergangenen Jahr starben in Hamburg rund 30 obdachlose Menschen auf der Straße und etwa noch mal ebenso viele in Krankenhäusern oder Notunterkünften. Neu ist, dass durch Hinz&Kunzt-Nachfragen bei der Polizei Hamburg jetzt auch Todesfälle im städtischen Winternotprogramm bekannt werden.
Dass der aktuell starke Anstieg der Todeszahlen mit der extremen Kälte dieses Winters zu tun hat, liegt nahe. Trotzdem bleibt die 24-Stunden-Öffnung der Winternotunterkünfte für Obdachlose auch künftig die Ausnahme. Das hat die Sozialbehörde vergangenen Dienstag im Sozialausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft erneut bekräftigt.
