Keine Wohnung trotz Vollzeitarbeit – das ist die Realität vieler Menschen in den USA. Der Journalist und Autor Brian Goldstone hat ein Buch über die „versteckten Wohnungslosen“ geschrieben. Ein Interview.
Hunderttausende US-Amerikaner:innen gehen einer Vollzeitbeschäftigung nach und können trotzdem ihre Miete nicht bezahlen. Sie leben in Notunterkünften, bei ihren Familien oder in Hotels, die von ihrer Notlage profitieren. Viele werden in der Obdachlosen-Statistik nicht erfasst, weil sie nicht der offiziellen Definition entsprechen. Doch sie sind ein wichtiger und aufschlussreicher Aspekt der amerikanischen Wohnungslosigkeitskrise, argumentiert der Journalist Brian Goldstone in seinem Buch „There Is No Place for Us: Working and Homeless in America“ (Es gibt keinen Platz für uns: Wohnungslos trotz Arbeit in Amerika).
Goldstone begleitete für sein Buch fünf Familien aus Atlanta (Hauptstadt des US-Bundesstaats Georgia) und schildert ihren Weg durch die Wohnungsnot. Anhand ihrer Porträts zeigt er auf, dass Wohnungslosigkeit kein persönliches Versagen oder das Ergebnis von Arbeitslosigkeit ist, sondern vielmehr Resultat hoher Immobilienpreise, weit verbreiteter Gentrifizierung und der Weigerung, die Realität der „versteckten Wohnungslosen“ anzuerkennen. Im Gespräch mit dem US-amerikanischen Straßenmagazin Street Sense erzählt er mehr.
„Amerika erscheint plötzlich anders.“...
Jetzt online kaufen und Hinz&Kunzt unterstützen!
Diese Ausgabe für 2,80 € online kaufen und lesen.
Dauerhafter Zugriff auf alle Artikel dieser Ausgabe.
Ausgewählte Texte vorlesen lassen.
Kleiner Kauf, riesige Wirkung: Mit dem Kauf unterstützen Sie auch ein soziales Projekt.
*
Die aktuellsten drei Ausgaben sind nur außerhalb unseres Verkaufsgebiets online erhältlich. Mehr Infos.
