Behinderungsforscher Siegfried Saerberg

„Barrierefreiheit bleibt ein Prozess“

Porträt eines grauhaarigen Mannes im dunkelgrauen Hemd
Porträt eines grauhaarigen Mannes im dunkelgrauen Hemd
Behinderungsforscher Saerberg ist blind – ein eigener „Wahrnehmungsstil“, sagt er. Foto: Universität Münster | Stefan Klatt

Siegfried Saerberg leitet das Hamburger Zentrum für Disability Studies und forscht zum Umgang mit Behinderung. Sein Forschungszentrum lässt der Senat schließen. Im Interview erklärt der Soziologe, welche Barrieren noch beseitigt werden müssen.

Hinz&Kunzt: Herr Saerberg, sind Sie behindert?

Siegfried Saerberg: Ich weise bestimmte Merkmale auf, die als Behinderung gelesen werden, denn ich bin blind. Aber ich würde sagen, dass ich behindert werde: Wenige Dinge im Straßenverkehr sind gut für mich geregelt, in Supermärkten sind die Waren nicht blindenbeschriftet, viele Software-Produkte sind für mich nicht nutzbar. Und so weiter und so fort.


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Artikel aus der Ausgabe:
Jemand geht mit einem Taststock an einem Leitstreifen entlang, darüber die Zeile "Hamburg behindert"

Hamburg behindert

Moin! Haben Sie auch den Eindruck, dass Hamburg immer barrierefreier wird? Beispiel U-Bahn-Haltestellen: 2012 waren nur 36 barrierefrei, heute sind es 89 von 93! Schön und gut, findet der Behinderungsforscher Siegfried Saerberg. In unserem Interview fragt er aber: Wieso passiert nicht noch viel mehr? Außerdem lesen Sie in unserem Schwerpunkt Barrierefreiheit, wie genau Leitstreifen für […]

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Autor:in
Benjamin Buchholz
Benjamin Buchholz
Seit 2012 bei Hinz&Kunzt. Redakteur und CvD für das Onlinemagazin.

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