Hinz&Künztler Marius

„Ich habe mir keine Gedanken gemacht“

Hinz&Künztler Marius hat die Hoffnung nicht aufgegeben. Foto: Mauricio Bustamante
Hinz&Künztler Marius hat die Hoffnung nicht aufgegeben. Foto: Mauricio Bustamante
Hinz&Künztler Marius hat die Hoffnung nicht aufgegeben. Foto: Mauricio Bustamante

Marius, 45, verkauft Hinz&Kunzt vor Marktkauf in Bergedorf.

Deutlich zeichnet sich eine monströse Beule unter Marius’ T-Shirt ab. Immer wieder streicht der Hinz&KunztVerkäufer vorsichtig mit der Hand über die Geschwulst, die seine linke Brust vergrößert. „Der Tumor ist gutartig“, sagt der 45-Jährige auf Rumänisch, für das Erklären medizinischer Befunde reicht sein Deutsch nicht aus. Trotzdem: Die Beule macht ihm Angst. Sie wächst. Sie behindert seine Beweglichkeit bis hinein in den linken Arm. Sie schmerzt. Und die Tabletten, die er nehmen muss, machen ihn müde, seinen Körper, seinen Geist. Gerne würde er nicht nur Hinz&Kunzt verkaufen, sondern „richtig“ arbeiten gehen, aber dazu fehlt ihm inzwischen die Kraft.

Marius stammt aus der Region nahe der rumänischen Stadt Bacău. „Meine ...


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Artikel aus der Ausgabe:
Jemand geht mit einem Taststock an einem Leitstreifen entlang, darüber die Zeile "Hamburg behindert"

Hamburg behindert

Wie barrierefrei ist Hamburg, wie funktionieren Leitstreifen für Sehbehinderte und was bedeutet es, als Obdachlose:r auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein? Außerdem: Wie Banken es Obdachlosen immer wieder schwer machen, ein Konto zu eröffnen.

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Autor:in
Annette Woywode
Annette Woywode
Chefin vom Dienst für das gedruckte Magazin