Es brauchte seine Zeit, aber dann wurde sie gerne deutsche Staatsbürgerin. Nun plant sie, nach Israel zu gehen. Die Geschichte einer Enttäuschung.
Am 8. Oktober vor über einem Jahr, als tags zuvor bei dem Überfall der Hamas aus dem Gaza-Streifen mehr als 1200 Menschen ermordet und Hunderte weitere entführt worden waren, als sie langsam wieder zur Besinnung kommt und allmählich erfasst, was eigentlich passiert ist, bestellt ihr Partner über das Internet eine israelische Flagge. Um sie an den Balkon ihrer Wohnung zu hängen, der blaue Davidstern auf weißem Grund, weithin sichtbar. „Das machen wir nicht“, sagt sie. „Aus Angst um unsere Kinder.“
Wir sitzen im „Café Leonar“; es ist früher Abend, draußen ist es lÃ...
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