Zwei Straßensozialarbeiterinnen sollen die Not obdachloser Menschen in der Neustadt lindern. Ihre Möglichkeiten sind begrenzt.
Der Schnee fällt an diesem Dezembervormittag so dicht, dass Dorel eine Plastikplane über seinen Beinen ausgebreitet hat. An eine Hauswand gelehnt sitzt der Rumäne nahe des Gänsemarkts auf dem Bürgersteig und bettelt. „Ich bitte um eine kleine Spende für meine Familie und mich“, steht auf einem Stück Pappe geschrieben, das er in den Händen hält. Der Becher Kaffee, den ihm offenbar ein VorbeiÂgehender spendiert hat, ist fast leer getrunken, in einem zweiten Becher liegen ein paar kleine Münzen.
Lea Stöterau geht in die Hocke, um dem Mann auf Augenhöhe zu begegnen. â...
