Spendenbilanz der Diakonie : 724.000 Euro Spenden für Obdachlose

In der Bundesstraße betreibt die Diakonie ein Zentrum für Wohnungslose. Es wird auch durch Spendengelder ermöglicht. Foto: BELA

Fast 1,5 Millionen Euro Spenden hat das Diakonische Werk Hamburg im vergangenen Jahr erhalten – ein Zuwachs von knapp 20 Prozent. Der Großteil ging an Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe.

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Der Spendenzuwachs kann sich sehen lassen: 244.629 Euro mehr als im Jahr zuvor hat die Hamburger Diakonie 2015 gesammelt. Insgesamt kamen 1.485.413 Euro zusammen, gab die Diakonie jetzt in ihrem Jahresbericht bekannt. „Wir sagen Danke für die großartige Unterstützung und hoffen, dass wir auch 2016 gemeinsam mit Ihnen Hamburg menschlicher machen“, hieß es.

Am meisten haben Obdachlose von den Spenden profitiert: Mit rund 724.000 Euro ging der Großteil der Spenden an Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Davon hat die Diakonie unter anderem den Mitternachtsbus und ihre Straßensozialarbeiter finanziert. Auch die wöchentliche Hausärztliche Sprechstunde für Wohnungslose Menschen in der Tagesaufenthaltsstätte TAS ist durch die Spenden ermöglicht worden.

20 Jahre Mitternachtsbus für Obdachlose
Jubiläum
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Warme Getränke, Decken und seelische Unterstützung: Seit 1996 hilft der Mitternachtsbus der Diakonie den Menschen auf Hamburgs Straßen. Zur Feier kam auch Sozialsenatorin Melanie Leonhard.

Einzelspende sichert Projekt „Stadtteilmütter“

An zweiter Stelle profitierten Hilfsangebote für Flüchtlinge und Migranten von den Spendengeldern. 288.000 Euro flossen in Beratungsstellen und die medizinische Versorgung von Menschen ohne Papiere. 

Dank einer großen Einzelspende in Höhe von 209.000 Euro konnte das Projekt Stadtteilmütter fortgesetzt werden, durch das Frauen und Familien mit Migrationshintergrund unterstützt werden. Auch Familien im Frauenhaus der Diakonie erhielten einen Teil dieser Spende. Weitere Spenden gingen an eine Beratungsstelle für junge Sexarbeiterinnen und die Seelsorgearbeit der Diakonie.

Über den Autor
Benjamin Laufer
Schreiben, was schief läuft, damit es sich ändert: Benjamin Laufer arbeitet als Journalist in Hamburg hauptsächlich zu Sozial- und Innenpolitik.

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