Plietsch: das Rätsel für Besessene

Das große Sommerrätsel von Hinz&Kunzt geht im Juli in die dritte Runde. Rätsel-Experte Christian Krabbe verrät die besten Tipps, um den Lösungen auf die Spur zu kommen.

(aus Hinz&Kunzt 220/Juni 2011)

Dieser Mann ist dem Unbekannten, dem Geheimnisvollen und RÄTSELHAFTEN verfallen. Christian Krabbe freut sich auf die Jagd nach den Lösungen von Plietsch 2011!
Dieser Mann ist dem Unbekannten, dem Geheimnisvollen und rätselhaften verfallen. Christian Krabbe freut sich auf die Jagd nach den Lösungen von Plietsch 2011!

Der Mann ist vollkommen ahnungslos. Christian Krabbe hat keinen Schimmer, was ihn bei Plietsch! 2011 erwartet. Kann er sein Expertenwissen im Bereich Film und Fernsehen einbringen? Geht’s um Luftfahrt, Lokalgeschichte oder Landwirtschaft? Sicher ist nur: Auch in der dritten Auflage wird das große Hinz&Kunzt-Sommerrätsel eine harte Nuss.
Nachdem Christian Krabbe schon zwei Plietsch!-Rätsel bewältigt hat, hat der 35-Jährige natürlich auch den ein oder anderen Trick auf Lager. Neu-Rätslern rät er etwa, auf die Überschriften der Rätselfragen zu achten: „Die scheinen nur manchmal willkürlich.“ Auffällige Begriffe oder seltsame Wortkombinationen lohne es, ins Englische zu übersetzen: „Dann fällt vielleicht schon der Groschen.“ Besonders schwierig findet Christian Krabbe es, Bilderrätsel oder grafische Hinweise zu entschlüsseln. Sein Tipp: „Laut vorsagen, was man sieht, so detailliert wie möglich und immer wieder.“ So habe seine Freundin im vergangenen Jahr eine Aufgabe geknackt: Sie übersetzte die Abbildung einer Landkarte mit Wettersymbolen ins gesprochene Wort:  „Hamburg: Regen, München: Wind, Rom: klarer Himmel“ Als sie sich das sagen hörte, fiel ihr gleich ein, auf welches Produkt die Zeichnung anspielte. Den bekannten Werbespot fürs „Drei-Wetter-Taft“ fand sie im Internet, und dann war die Antwort auf „Um wie viel Uhr begann die Reise?“ ganz einfach.
Um Plietsch! 2011 zu knacken, wappnet Christian Krabbe sich mit seinen wirksamsten Werkzeugen: „Neugier, Hartnäckigkeit und Fleiß.“ Denn kaum eine der Fragen, das weiß der Student aus den vergangenen Jahren, wird auf Anhieb zu lösen sein. „Da muss man überlegen, überprüfen, verwerfen und wieder von vorne anfangen.“ Manche Rätsel habe er wochenlang mit sich herumgetragen, in die Uni, in die U-Bahn, zum Einkaufen, ihren Wortlaut schon auswendig gewusst – bis es plötzlich Klick machte. Einmal passierte das im Fußballstadion. „Ich hatte eine Idee und war ganz aufgeregt und konnte es nicht abwarten, nach Hause zu kommen, um die zu überprüfen.“ Ja, gibt er zu, „man wird schon so etwas wie besessen davon“. Ihn spornt die Aussicht auf die Augenblicke an, in denen er einem Rätsel auf die Spur kommt: „Das ist dann eine regelrechte Offenbarung“, sagt er, „auf jeden Fall ein ganz besonderer Moment.“ Und dann sei er immer auch ein bisschen stolz, auf seine Einfälle oder die seiner Rätsel-Komplizen. Klar, dass er nicht nur seine Freundin, sondern auch Mitbewohner und Kollegen wieder einspannen will.
Nicht nur reale Rätselbanden haben sich anlässlich des Hinz&Kunzt-Sommerrätsels schon gebildet, sondern auch eine richtige kleine Plietsch!-Gemeinde im Internet.
Auch in diesem Jahr treffen sich Rätselfreunde online zum Austausch und zum gemeinsamen Knobeln. Neu-Rätsler sind herzlich willkommen. Um die Wartezeit auf das große Plietsch!-Rätsel zu verkürzen, gibt es in diesem Jahr ein kleines Aufwärmrätsel – entwickelt von Christian Krabbe und zwei weiteren erfahrenen Plietsch!-Absolventen. Ihre Fragen sind ab sofort im Internet – eine optimale Möglichkeit, schon mal die grauen Zellen anzukurbeln.

Text: Beatrice Blank
Foto: Kathrin Brunnhofer

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