Strassenmagazin

Die neue Hinz&Kunzt ist da!

In unserer Aprilausgabe: Recherchekrimi um Ausbeutung in der Wurstfabrik. Die schlimme Lage in öffentlichen Unterkünften. Das neue Hinz&Kunzt-TV. Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo im Interview. Und Streetartist Zevs, der Unsichtbares sichtbar macht.

Liebe Leserinnen und Leser,

in der aktuellen Hinz&Kunzt lesen Sie einen regelrechten Recherchekrimi: Wir haben ungarische Arbeiter kennengelernt, die für einen Subunternehmer in einer Wurstfabrik arbeiteten. Es ging natürlich um Dumpinglöhne und Abzocke bei der Miete. Ungewöhnlich: Zwischendurch bot uns der Wursthersteller Verhandlungen an und wir hofften schon auf ein Happy End für die geprellten Ungarn. Unseren Herausgeber Dirk Ahrens macht das nachdenklich: „Auch wenn ich mich grundsätzlich über niedrige Wurstpreise freue, ist mir das immer ein wenig unheimlich. Zu Recht, wie der Bericht zeigt“, sagte er uns. „Uns sollte billiges Fleisch zu teuer sein.“

Die ganzjährigen Unterkünfte der Stadt sind derartig verstopft, dass die Fachstellen für Wohnungsnotfälle schon keine Wartelisten mehr führen. Jetzt, zum 1. April läuft auch noch das Winternotprogramm der Stadt aus – und die meisten der rund 700 Obdachlosen müssen wieder Platte machen.

Darüber reden wir auch im Hinz&Kunzt-TV. Wir kommen nämlich ins Fernsehen. Und das zur besten Sendezeit: am Freitag, den 11. April um 20.15 Uhr. Möglich machen das die Hamburg Media School und Tide. Gedreht wird im Restaurant Nil. Natürlich lernen Sie auch Hinz&Künztler als Talkshow-Gäste kennen, und es gibt einen Auftritt von Musiker Captain Gips.

„Seien Sie schmeichelhaft, ich bin etwas ,out of order‘“, bat Giovanni di Lorenzo den Fotografen vor den Aufnahmen in seinem  Büro bei der „Zeit“. Am Abend  zuvor hatte er seinen  55. Geburtstag gefeiert.
„Seien Sie schmeichelhaft, ich bin etwas ,out of order‘“, bat Giovanni di Lorenzo den Fotografen vor den Aufnahmen in seinem Büro bei der „Zeit“. Am Abend zuvor hatte er seinen 55. Geburtstag gefeiert.

Zum Interview haben wir den Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo getroffen. Er hat uns versichert, dass er uns mit seiner neuen Hamburg-Ausgabe keinesfalls Konkurrenz machen möchte, und mit uns über die Stadt, übers Scheitern und Versöhnen und Sozialleistungen in Deutschland gesprochen.

Ab sofort zu haben: die Nummer vier unserer StrassenKunzt Edition. Diesmal konnten wir den französischen Künstler Zevs gewinnen. Er geht dem Leben auf der Straße mit ungewöhnlichen Mitteln nach: Er fotografiert mit einer Wärmebildkamera. Durch seine bearbeitung entstehen quasi Kunstwerke aus Körperwärme und -kälte. Spektakulär und ab sofort im Hinz&Kunzt-Shop erhältlich.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre mit der neuen Hinz&Kunzt, eine gute Zeit und schonmal frohe Ostern!

Ihr Hinz&Kunzt-Team

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