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Kickerturnier

Benefiz mit Karacho

6. Februar 2012 | Von | Kategorie: Nachrichten

Spiel und Spaß für die gute Sache: Fast 200 Tischfußballer liefen beim dritten Hinz&Kunzt-Kickerturnier auf St. Pauli auf – so viele wie nie zuvor. Im Mittelpunkt stand das Vergnügen. Doch ganz auf der Strecke blieb der sportliche Ehrgeiz dabei nicht.

An erster Stelle steht: Spaß. Aber viele Teams haben zum Hinz&Kunzt-Kickerturnier im St. Pauli Ballsaal am vergangenen Samstag außer guter Laune auch sportlichen Ehrgeiz mitgebracht – und eine gute Portion Kondition. Denn es wurde vom Vormittag bis in den Abend gekickert. Kein Wunder: Mit 91 Teams gab es beim dritten Turnier dieser Art eine Rekordbeteiligung zu verzeichnen. Unter ihnen allen die besten Tischfußballer auszuspielen, das dauert eben.

Für Kurzweil war aber gesorgt: Wer selbst gerade nicht am Kickertisch stand, stärkte sich am Büffet, versuchte sein Glück beim Losverkauf oder genoss den fabelhaften Ausblick aufs St. Pauli-Fußballstadion.

„Die Kulisse ist wirklich toll“, sagt Hanning Voigts. „Aber davon wird das Verlieren auch nicht schöner.“ Der 29-Jährige war bis vor ein paar Tagen noch Volontär in der Hinz&Kunzt-Redaktion und ist mit Kollege Ulrich Jonas beim Kickerturnier angetreten, sozusagen sein Abschiedsspiel. „Wir harmonieren am Kickertisch genauso gut wie in der Redaktion“, sagt Ulrich Jonas. „Auch wenn wir hier nicht nur mit der Komplexität der Sachverhalte, sondern auch mit der Qualität der Gegner zu kämpfen haben.“ Lachend sichern die beiden sich einen Platz am nächsten Kickertisch, um vor der nächsten Partie noch ein wenig zu trainieren.

Spannend für Profitischfußballer und Kneipenkicker

Acht Spiele bestreitet jedes Team – unabhängig von der Zahl der Siege und Niederlagen. Und mit dem sogenannten Schweizer Systems bekommen alle im Laufe der Hauptrunde des Turniers Gegener zugeteilt, die in der gleichen Liga spielen: Wer oft gewinnt, spielt gegen Teams, die auch oft gewinnen. Wer unterliegt, gegen andere, die auch verloren hatten. So bleibt es für Profitischfußballer wie für Kneipenkicker spannend.

„Seit dem letzten Hinz&Kunzt-Kickerturnier habe ich vielleicht ein oder zweimal gespielt“, sagt Katharina Fegebank. Die Hamburger GAL-Vorsitzende ist zum dritten Mal dabei und hat sich in diesem Jahr gleich mit sieben Kollegen beim Kickerturnier angemeldet. „Das machte einfach Spaß“, sagt sie. „Man trifft alte Freunde und schließt neue Bekanntschaften. Der Spaß steht im Vordergrund. Und es ist mal was anderes als zum Beispiel eine Podiumsdiskussion.“

Der wohl jüngste Teilnehmer des Turniers ist der neunjährige Florian Hoffmeyer. Zusammen mit seinem Vater heizt er den Großen ganz schön ein. „Ich trainiere ja auch jeden Tag im Hort“, sagt Flo. Er schätzt seine Gewinnchancen beim Turnier ganz realistisch ein: „Ein Platz im Mittelfeld wäre gut, als 40. oder so.“

Hauptsponsor Hafen Akademie Hamburg: „Unser Geld ist gut angelegt“

Die Mischung stimmt: von jung bis reif, Männer und Frauen, Profis und ambitionierte Laien machen mit. Von der Atmosphäre ist auch Thomas Rübcke begeistert. Der Geschäftsführer der Hafen Akademie Hamburg kam als Vertreter des Hauptsponsors der Veranstaltung. Denn ohne Unterstützung geht es nicht: Die Agentur mg design übernahm die gesamte Organisation des Tages und akquirierte Sponsoren, allen voran die Hafen Akademie Hamburg. Alle organisatorischen Kosten, von Raummiete bis Turnierleitung, konnten damit gedeckt werden – so dass die Anmeldegebühren der Spieler als Reinerlös an das Hamburger Straßenmagazin gehen. „Unser Geld ist gut angelegt“, ist sich Thomas Rübcke sicher. Die Sponsoring-Anfrage fürs Kickerturnier hat seine Firma positiv beantwortet, „weil wir uns 2012 sowieso mehr engagieren wollten. Am liebsten vor der eigenen Haustür.“

Herzlichen Glückwunsch: Johannes und Finn vom Team Krummeyer erkickerten sich den 1. Platz

Ein lustiger, spannender Samstag – und das auch noch für einen guten Zweck. Da macht das tischfußballern mindestens doppelt Spaß, findet Michaela. Sie ist mit Kumpel Christoph angetreten. „Die Atmosphäre ist klasse, die Location ist toll und die Organisation läuft reibungslos“, schwärmt sie. Für den Einzug in die K.O.-Runde der besten 32 Teams hat es für sie nicht gereicht. Trotzdem: „Beim nächsten Mal sind wir bestimmt wieder dabei.“

Am Abend steht der Sieger fest: Ruhm und Ehre gebühren dem Team Krummeyer. Auf Platz 2 kämpfte sich das Team Weapon A, den dritten machte das Team Lastminute. Herzlichen Glückwunsch! Und: bis zum nächsten Mal! BEB

Platz 1 bis 91: die Abschlusstabelle des Turniers zum Download (PDF)

Fotos: Mauricio Bustamante, Gabriele Koch (1)

2 Kommentare
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  1. So lange wie es um eine gute Sache geht, ist Gewinnen zwar gut, aber dann wohl eher nebensächlich, wenn man einen gut Platz belegen kann !! Bis zu meinem 28 Lebensjahr war ich auch mal ein guter Tischfußballer, im Landkreis Burgdorf !! Ich habe immer hinten gespielt, denn vorne habe ich nicht all zu viel bestellt, hinten war ich aber ziemlich gut, weil ich drei Jahre lang im Handballtor gestanden habe!! Da braucht man eine gute Reaktion, und ein gutes Auge !! Wenn ich nicht solche Probleme hätte, mit der gebückten Haltung, dann würde ich immer noch Tischfußball spielen, weil es einfach Spaß macht, wenn es gut läuft, eine gute Leistung in einem hervor rufen kann, und wenn man einen guten Vordermann hat !! Wenn der Vorderman so gut ist , wie der Hintermann, kann man weit kommen, und wir sind mal weit gekommen, und mal nicht so weit gekommen, aber darum geht es ja nie !! Es geht um die Herausforderung,
    an sich selbst !!

  2. Hat echt Spass gemacht und will daher auf jedenfall nächstes Jahr wieder am Start sein. Besonderen Dank an Tanja und ihr Team für die erstklassige Organisation und die Spontanität, um die Finalrunde auf 32 Teams aufzustocken. Ich denke dadurch hat sich die nette Location nicht allzu schnell geleert.

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