2000 Euro Belohnung : Zeugen für Brandstiftung auf Obdachlosen gesucht

Vor dieser Tür des Museums für Kunst und Gewerbe hatte der Obdachlose geschlafen. Foto: BELA

Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf den Schlafplatz eines Obdachlosen in St. Georg sucht die Polizei dringend Zeugen. Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt.

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Fünf Wochen nach dem Feuer auf dem Schlafplatz eines Obdachlosen in St. Georg tappt die Mordkommission noch im Dunkeln: „Die Ermittlungen dauern noch an“, sagt Polizeisprecher Florian Abbenseth gegenüber Hinz&Kunzt.

Bei dem Brand frühmorgens am 19. September hatte sich der Obdachlose zum Glück nur leicht an der Hand verletzt. Er hatte vor einem Hintereingang des Museums für Kunst und Gewerbe am ZOB geschlafen und war davon wach geworden, dass sein Hab und Gut in Flammen steht.

Die Ermittler der Mordkommission glauben, dass jemand die Sachen angesteckt hat: „Versuchtes Tötungsdelikt zum Nachteil eines Obdachlosen“. Um den Fall aufzuklären, suchen sie dringend Zeugen, die etwas zum Hergang sagen können. „Wer kann Hinweise zu dem Täter / den Tätern geben?“ fragen sie auf einem Plakat, dass sie am ZOB aufgehängt haben. Zeugen sollen sich unter 040 / 428 656 789 oder per E-Mail melden. Für Hinweise, die zur Aufklärung führen, hat die Staatsanwaltschaft 2000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Erst Feuer, dann Räumung
Obdachlose auf St. Pauli
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Erst in der vergangenen Woche hat an den Landungsbrücken wieder der Schlafplatz eines Obdachlosen gebrannt. Zum Glück verletzte der Mann, dessen Matratze brannte, sich dabei nicht. Die Polizei vermutet, dass ein psychisch Kranker, den sie kurz darauf in der Nähe festnahm, das Feuer gelegt haben könnte.

Über den Autor
Benjamin Laufer
Schreiben, was schief läuft, damit es sich ändert: Benjamin Laufer arbeitet als Journalist in Hamburg hauptsächlich zu Sozial- und Innenpolitik.

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