Mindestlohn

Zu wenig Kontrollen gegen Ausbeutung

Eine bunte Illustration mit Silhouetten von arbeitenden Menschen
Eine bunte Illustration mit Silhouetten von arbeitenden Menschen
Weil Arbeitgebende den Mindestlohn umgehen, entgehen Beschäftigten und Sozialkassen Milliardenbeträge. Illustration: Julia Pfaller

Der Mindestlohn steigt ab Januar – aber immer wieder wird Beschäftigten zu wenig gezahlt. Trotzdem wird in Hamburg nur wenig kontrolliert.

457 Arbeitgebende in Hamburg hat die zuständige Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) 2024 wegen des Verdachts auf Mindestlohnverstöße geprüft – angesichts von mehr als 117.000 Betrieben mit Beschäftigten in der Stadt eine sehr kleine Zahl. Ein Zoll-Sprecher begründete die mit „einer stärkeren Fokussierung auf Qualität“. Knapp 17 Millionen Euro nicht gezahlte Löhne und Sozialversicherungsbeiträge seien ermittelt worden.

Bundesweit entgehen Beschäftigten und Sozialkassen geschätzt 7,6 Milliarden Euro jährlich, weil Arbeitgebende den gesetzlichen Mindestlohn umgehen. Das ergaben Berechnungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2018. Aktuellere Studien liegen nicht vor.

Obwohl die Lohnuntergrenze bis auf wenige Ausnahmen (zum Beispiel Auszubil...


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Autor:in
Ulrich Jonas
Ulrich Jonas
Ulrich Jonas schreibt seit vielen Jahren für Hinz&Kunzt - seit 2022 als angestellter Redakteur.

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