Die Hamburger Sozialbehörde hat untersuchen lassen, wie schlecht es Obdachlosen in unserer Stadt gesundheitlich geht. Ergebnis: sehr schlecht.
31,7 Prozent aller Hamburger Obdachlosen sind so krank, dass sie regelmäßig Unterstützung brauchen, etwa bei der Behandlung von Wunden, der Versorgung mit Medikamenten oder der Körperpflege – Hilfen, die auf der Straße nur schwer zu bekommen sind. Das ist ein Ergebnis der Befragung aus dem Februar 2024, die die Sozialbehörde erst jetzt – fast zwei Jahre später – veröffentlicht hat. Ob die Betroffenen die benötigten Hilfen bekamen, „konnte nicht ermittelt werden“, heißt es in der Studie.
Weitere Ergebnisse: Nur ein Drittel der Obdachlosen litt nach eigener Einschätzung nicht an einer körperlichen, psychischen oder Suchterkrankung. Rund die Hälfte hatte keine gültige Krankenversicherungskarte – und somit nur eingeschränkten Zugang zu medizinischen Hilfen. Und vier von fünf Obdachlosen, die aus einer stationären Einrichtung – etwa Krankenhaus, Frauenhaus oder Gefängnis – entlassen worden waren, gaben an, bei der Suche nach einer Unterkunft keine Unterstützung bekommen zu haben.
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