Noch freie Plätze im Winternotprogramm
Das Leben auf der Straße ist bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt gerade lebensgefährlich. Im städtischen Erfrierungsschutz sind aber noch Betten frei – darauf weist der Betreiber fördern&wohnen hin.
Das Leben auf der Straße ist bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt gerade lebensgefährlich. Im städtischen Erfrierungsschutz sind aber noch Betten frei – darauf weist der Betreiber fördern&wohnen hin.
Am Donnerstag eröffneten die Großunterkünfte des Winternotprogramms mit Platz für bis zu 694 Obdachlose. Ein Shuttlebus bringt sie von Hammerbrook zur neuen Unterkunft in Lokstedt.
Wer für den Winter einen Platz im Wohncontainer bekommt, hat Glück. Dieses Jahr noch mehr als sonst: Das Los entscheidet, welche Obdachlose in den kommenden Monaten die Tür hinter sich abschließen können.
Am Wochenende ist die erst 43-jährige Joanna auf der Straße verstorben. Die Obdachlose hatte bei Minustemperaturen die Nacht auf einer Parkbank verbracht. Möglicherweise ist Joanna die erste Kältetote in diesem Herbst.
Wie in den Vorjahren öffnet am 1. November das Winternotprogramm der Stadt. Neu ist der Standort an der Kollaustraße. Altbekannt die Kritik: Wieder bleiben die Unterkünfte tagsüber geschlossen, Hunde sind verboten und das Programm ist nicht für alle Obdachlosen offen.
Insgesamt zwei Monate länger als Hamburg bietet Berlin Obdachlosen Schutz in der kalten Jahreszeit. Seit Montag, dem 1. Oktober, stehen dort die ersten der insgesamt 950 Notschlafplätze zur Verfügung.
Der Hamburger Senat soll Obdachlose im Winternotprogramm auch tagsüber vor Kälte schützen, fordern Mitarbeiter und Initiativen der Wohnunglslosenhilfe in einem offenen Brief. Die Sozialbehörde winkt ab.
Knapp zwei Monate vor dem Stadt des Winternotprogramms konkretisieren sich die Pläne für einen neuen Standort in der Kollaustraße in Lokstedt. Sozialbehörde, fördern&wohnen und Bezirk informieren Nachbarn und werben dabei für ein Miteinander.
Nach dem Winternotprogramm sind viele Obdachlose wieder auf der Straße. Manche hatten Glück und konnten in eine andere Unterkunft umziehen. Die Chancen auf eine richtige Wohnung stehen schlecht.
Das Winternotprogramm für Obdachlose in Hamburg ist zu Ende. Bis zu 750 Obdachlose gehen wieder zurück auf die Straße.