Hamburg rückt zusammen
Angesichts der Kälte helfen viele Hamburger den Obdachlosen, wo sie nur können: Mit Heißgetränken, Schlafplätzen und einem Wintercafé. Hinz&Kunzt sagt: Dankeschön!
Angesichts der Kälte helfen viele Hamburger den Obdachlosen, wo sie nur können: Mit Heißgetränken, Schlafplätzen und einem Wintercafé. Hinz&Kunzt sagt: Dankeschön!
Obdachlose trifft die Kälte in Hamburg besonders hart. Fotograf Mauricio Bustamante hat in dieser Woche Momente eingefangen, die die Dramatik des Lebens auf der Straße zeigen.
Vergangene Nacht sanken die Temperaturen auf minus 13 Grad. Zum Glück öffneten Boxer ihre Halle. Dadurch fanden Obdachlose Schlaf im Warmen, denen die Stadt Hamburg ein Bett verwehrt.
Hilfe während der Kältewelle für alle Obdachlosen – unabhängig von ihrer Nationalität – bieten jetzt Hamburger Boxer. Sie verwandeln ihre Trainingshalle in einen Schlafsaal.
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Schnee und Schneeverwehungen. Trotzdem öffnet die Stadt das Winternotprogramm weiterhin nicht ganztags und für alle. Einziges Zugeständnis bislang: Die Obdachlosen dürfen zwei Stunden eher rein und zwei Stunden länger bleiben.
Die Bahn zeigte den Bettler David an, weil er auf einem ihrer Grundstücke geschlafen hatte. Viele Leser empörte das, sie boten ihm Hilfe an. Ein weiterer Obdachloser muss 450 Euro Strafe zahlen.
Deutschland steht vor der größten Kältewelle dieses Winters: Dauerfrost und Temperaturen bis zu minus 9 Grad werden zum Wochenende erwartet. Für Obdachlose besteht Lebensgefahr.
Hinz&Künztler Jörg übergibt 95.000 Unterschriften im Rathaus. Seine Forderung: „Lieber Olaf Scholz, öffnen Sie das Winternotprogramm ganztägig. Für alle Obdachlosen, egal welcher Nationalität.“
Dank seines Jobs als Verkäufer von The Big Issue Taiwan lebt Long-Zhu Li wieder in einer eigenen Wohnung. „Ich fühle mich damit wieder wie ein normaler Mensch“, sagt er.
Nach einem Streit mit zwei Obdachlosen im Berliner S-Bahnhof Neukölln hat in der Nacht zu Dienstag ein Unbekannter einen Schlafsack und eine Jacke in Brand gesteckt, die in der Bahnhofshalle lagen. Verletzt wurde zum Glück niemand.