„SocialCard“ für Geflüchtete

Alles auf eine Bezahlkarte

In vielen Geschäften funktioniert das Bezahlen mit der „SocialCard“ bislang nicht. Illustration: Wolfgang Wiler

Seit einem Jahr müssen neu ankommende Geflüchtete auch in Hamburg mit der „SocialCard“ überwiegend bargeldlos bezahlen – eine umstrittene Maßnahme. Eine Initative verschafft ihnen Bargeld.

Die Kundschaft wird an diesem Freitagnachmittag Anfang Februar nicht weniger im Café Exil. Ein ständiges Kommen und Gehen beherrscht den hellen Raum, in dem munter getauscht wird – der ausliegende Flyer in sechs Sprachen erklärt, wie das funktioniert: Denn hier werden Einkaufs-Gutscheine in Bargeld verwandelt. Einer der Einwechsler ist Rostam. Der 31-jährige Afghane kommt mit drei Budni-Gutscheinen à 50 Euro, die er gerade mit der „SocialCard“ erworben hat, und wird dafür 150 Euro in bar mit nach Hause nehmen. „Ich möchte gerne selbst entscheiden, wo und wofür ich Geld ausgebe“, sagt Rostam, der seit zwölf Monaten als Asylsuchender in Deutschland lebt. „Das geht mit der Karte nicht.“

Im Februar 2024 hat Hamburg als erstes Bundesland die SocialCard für neu ...


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Titelzeile: "Scan me. Pay me. Mit dem Handy."

Kein Bargeld, kein Problem?

Die Gesellschaft wird bargeldloser – was bedeutet das für Arme und Obdachlose? Eine Spurensuche in Schweden. Außerdem: Wie Sie Hinz&Kunzt mit dem Handy bezahlen können, wo Sie in Hamburg Filmkunst aus Osteuropa sehen können und worunter die Psyche von Geflüchteten leidet.

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Autor:in
Jochen Harberg
Jochen Harberg

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