Gute Nachricht für die Mieter : Saga bremst Mieterhöhungen

Während auf dem freien Wohnungsmarkt der Mietenwahnsinn keine Grenzen kennt, greift die Saga in Hamburg jetzt durch: Sie will keine Mieterhöhungen über mehr als 30 Euro verschicken.

Anzeige

Vor exorbitanten Mieterhöhungen schützt Hamburgs Mieter bislang nur der Mietenspiegel und die sogenannte Kappungsgrenze. Die sorgt dafür, dass in bestehenden Verträgen nur alle drei Jahre Mieterhöhungen von höchstens 15 Prozent verschickt werden dürfen.

Private Vermieter schöpfen diese 15 Prozent nur allzu gerne aus. Mieter einer Drei-Zimmer-Wohnung können dadurch schnell Mietsteigerung von rund 100 Euro ereilen, wenn die Grenze des Mietenspiegels nicht bereits erreicht wurde. Die Saga verspricht ihren Mieter hingegen jetzt deutlich mehr Sicherheit. Sie will Preissteigerungen bei fünf Prozent deckeln. Bei größeren Wohnungen soll eine Mieterhöhung zudem nicht mehr als 30 Euro betragen.

Mit dieser neuen Vorgabe (umgerechnet 1,66 Prozent Steigung pro Jahr) bliebe das städtische Wohnungsunternehmen sogar unter dem Anstieg des Verbraucherpreisindexes in Deutschland (2,1 Prozent), der die Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen misst. Noch vor zwei Jahren lag der durchschnittliche Anstieg der Mietpreise bei frei finanzierten Wohnungen der Saga über dieser Grenze.

Vor allem aber bleibt die Saga mit der neuen Zielvorgabe deutlich unter den Preisentwicklungen in Hamburg. Laut einer aktuellen Erhebung von immowelt stiegen die Mieten in Hamburg innerhalb der vergangenen drei Jahre im Durchschnitt um neun Prozent auf 11,90 Euro pro Quadratmeter. Für die rund 130.000 Saga-Haushalte ist die Ankündigung der Geschäftsführung somit ein echter Segen.

Über den Autor
Jonas Füllner
Studium der Germanistik und Sozialwissenschaft an der Universität Hamburg. Seit 2013 bei Hinz&Kunzt - erst als Volontär und inzwischen als angestellter Redakteur.

Diskutieren Sie mit uns!

Wenn Sie mit uns diskutieren wollen, besuchen Sie uns auf unserer Facebook-Seite oder schicken Sie uns einen Leserbrief an redaktion@hinzundkunzt.de.