Zögerliches Vorgehen gegen Mietwucher
Seit mehr als einem Jahr können Hamburger:innen überhöhte Mieten den zuständigen Ämtern digital übermitteln. Dass die Stadt diese Meldungen erst ab dem Sommer auch bearbeiten wird, sorgt für Kritik.
Seit mehr als einem Jahr können Hamburger:innen überhöhte Mieten den zuständigen Ämtern digital übermitteln. Dass die Stadt diese Meldungen erst ab dem Sommer auch bearbeiten wird, sorgt für Kritik.
9,94 Euro kalt pro Quadratmeter: Das ist laut neuem Mietenspiegel die durchschnittliche Nettokaltmiete in Hamburg. Die Zahl ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, wie Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD) erklärte.
Die durchschnittliche Nettokaltmiete in Hamburg liegt laut neuem Mietenspiegel bei knapp 10 Euro pro Quadratmeter. In den kommenden Wochen drohen jetzt vielen Hamburger:innen Mieterhöhungen.
Als Reaktion auf den neuen Mietenspiegel übernimmt die Stadt Hamburg ab sofort höhere Mieten von Hartz-IV-Empfänger:innen und Asylsuchenden.
Die Mieten sind in Hamburg seit 2019 so stark gestiegen wie lange nicht mehr. Mietervereine sind über den neuen Mietenspiegel entsetzt und fordern mehr Engagement des Senats.
In Hamburg wurden im vergangenen Jahr weniger Wohnungen fertiggestellt als noch 2018. Die Stadtentwicklungsbehörde ist dennoch zufrieden.
Die Mieten in Hamburg steigen weiter – allerdings etwas langsamer als bisher. Das zeigt der neue Hamburger Mietenspiegel. Ein Mieterverein warnt nun erneut vor einer „verhängnisvollen Mietpreisspirale“.
Die Sozialbehörde hat zum 1. Juni die sogenannten Kosten der Unterkunft für Hilfeempfänger angepasst. Bei der angekündigten Erhöhung handelt es sich in Wahrheit jedoch um eine Kürzung.
Während auf dem freien Wohnungsmarkt der Mietenwahnsinn keine Grenzen kennt, greift die Saga in Hamburg jetzt durch: Sie will keine Mieterhöhungen über mehr als 30 Euro verschicken.
Mehr als 200 Millionen Euro Gewinn hat die Saga im vergangenen Jahr erwirtschaftet. Und das, obwohl das städtische Wohnungsunternehmen Jahr für Jahr mehr Geld in den Wohnungsbau investiert. Dadurch konnten 2017 erneut mehr als 1000 Wohnungen fertig gestellt werden.