Obdachlose Frauen

Sicherheit im Wohncontainer

Anders als auf der Straße fühlt sich Bewohnerin Ayda in ihrem Container sicher. Zu ihrem Schutz möchte sie anonym bleiben. Foto: Miguel Ferraz
Anders als auf der Straße fühlt sich Bewohnerin Ayda in ihrem Container sicher. Zu ihrem Schutz möchte sie anonym bleiben. Foto: Miguel Ferraz
Anders als auf der Straße fühlt sich Bewohnerin Ayda in ihrem Container sicher. Zu ihrem Schutz möchte sie anonym bleiben. Foto: Miguel Ferraz

Obdachlose Frauen erleben häufig Übergriffe und sexualisierte Gewalt. Das Containerprojekt der Hamburger Caritas bietet ihnen einen Schutzraum – und Gemeinschaft.

Regen prasselt aufs Zeltdach. Die Nässe des Waldbodens ist längst durch die dünnen Wände gekrochen. Aydas (Name geändert) Rücken ist feucht. Sie liegt wach – wie jede Nacht. Dann ein Rascheln. Menschliche Schritte? Oder nur ein Wildschwein? In ihrem Kopf die gleichen Gedanken wie jede Nacht: bitte keine Männer. Ihr Herz schlägt schneller. Sie dreht sich zu der Frau neben ihr, doch es ist zu dunkel, um ihr Gesicht zu erkennen. Nur der schnelle Atem verrät, dass sie wach ist. Minuten vergehen, gefühlte Stunden. Irgendwann ist das Geräusch weg. Trotzdem kriegt Ayda in dieser Nacht kein Auge mehr zu. „Ich kann nicht mehr“, denkt sie.

Vier Jahre später sitzt die 40-Jährige in einem bunten Container auf dem...


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Artikel aus der Ausgabe:

Unbequemer Feminismus

Wie Frauen gegen Diskriminierung kämpfen und wo obdachlose Frauen Schutz finden. Außerdem: Wie Klimapolitik sozial gerecht wird und was Marc-Uwe Kling über politische Kunst denkt.

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Autor:in
Luca Wiggers
Luca Wiggers
1999 in Hannover geboren, hat dort Germanistik und Anglistik studiert und ist Anfang 2022 nach Hamburg gezogen. Seit Juni 2023 Volontärin bei Hinz&Kunzt.

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