Wieso Hitzeschutz in Hamburg ungleich verteilt ist und die Diakonie jetzt die Bevölkerung dazu aufruft, Obdachlosen zu helfen. Und: Unsere Tipps für Abkühlung am Wochenende.
„Vermeiden Sie die direkte Sonne“ und „Halten Sie Ihre Wohnräume kühl“ – das sind die Verhaltenstipps des Hamburger Senats angesichts der aufziehenden Hitzewelle. Man muss keine Expertin sein, um auf den Gedanken zu kommen, dass das besonders für Menschen ohne Wohnung leichter gesagt als getan ist.
Leider weist auch der Hitzeaktionsplan der Sozialbehörde erschreckend wenig Hilfsangebote speziell für Obdachlose aus – obwohl er ihnen eine besondere Gefährdung bescheinigt. Maßnahmen wie gekühlte Räume für Menschen ohne Wohnung oder ganztägige Öffnungen der Notunterkünfte an heißen Tagen sucht man dort vergebens. Die Diakonie hat deswegen in dieser Woche die Bevölkerung dazu aufgerufen, obdachlose Menschen zu unterstützen. Und der Sozialverband SoVD kritisiert, dass der Hitzeschutz in der Stadt ungleich verteilt sei.
Die Soziologin Anita Engels erklärt in ihrer Hinz&Kunzt-Kolumne „Klima gerecht“, welche Folgen die Hitze für Menschen in unserer Stadt hat und führt aus, dass daran jährlich eine dreistellige Zahl an Hamburger:innen stirbt. Den Text finden Sie in unserem aktuellen Magazin. Unsere gesammelten Artikel zum Thema Hitze finden Sie hier.
Es wäre also dringend geboten, mehr in den Schutz vor den Folgen des Klimawandels zu investieren – vor allem für besonders gefährdete Menschen wie Obdachlose.
Stattdessen machte die Sozialbehörde in dieser Woche mit einer anderen Meldung Schlagzeilen: Die Finanzierung medizinischer Versorgung für Menschen ohne Krankenversicherung hat sie fürs Erste gestoppt. Als Grund nennt die Behörde den angespannten Haushalt. Fachleute befürchten, dass das tödliche Folgen haben könnte. Eine andere Behörde steht derweil bei der Entkriminalisierung des Fahrens ohne Ticket auf der Bremse.
Falls Sie für das Wochenende noch nach Orten suchen, an denen Sie der Hitze entkommen können, schauen Sie doch mal in unser Archiv. Wieso Sie lieber keine Abkühlung in der Elbe suchen sollten und wo sie sicher abtauchen können, erklärt Rettungsschwimmer Arto van der Meirschen hier.
Kommen Sie gut durch die Hitze!
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