Igor hat Pfandflaschen gesammelt, als er ganz unten war: harte Arbeit für wenig Geld, die niemand freiwillig macht, meint der Hinz&Kunzt-Verkäufer. Für Hunderttausende ist sie alternativlos.
An einem Wintermorgen Anfang 2025 beschließt Igor*, es zu versuchen, und greift das erste Mal in einen Mülleimer. Der 43-jährige Pole ist zu dieser Zeit ganz unten. Schläft auf der Straße. Und trinkt „10 bis 12 Flaschen Bier pro Tag und dazu Wodka“, um das Gefühl der Hoffnungslosigkeit zu betäuben. „Ich war ein anderer Mensch“, sagt der heutige Hinz&Kunzt-Verkäufer rückblickend. Um etwas Geld zu verdienen, folgt er dem Beispiel eines Kumpels und macht sich fortan jeden Tag auf die Suche nach Pfandflaschen.
Manche geben dem Obdachlosen eine leere Flasche oder etwas Geld. Andere ru...
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