Kaum ein Tier hat einen so miesen Ruf wie die Stadttaube. Hamburger Tierschützer:innen versuchen einiges, um Image und Lebenssituation der Vögel zu verbessern. Konkrete Vorschläge politisch umzusetzen, ist jedoch schwierig.
Erst vor zwei Tagen hat Andrea Scholl wieder eine tote Taube vom Radweg geklaubt. „Die war gerade frisch überfahren worden“, sagt sie. Die 55-Jährige sammelt regelmäßig Tauben von der Straße: Vögel mit abgeschnürten Füßen, gebrochenen Flügeln und angesengten Federn, es ist alles dabei. Auf ihrem Handy hat Scholl Dutzende Fotos davon gespeichert. Die zeigt sie dann den Politiker:innen und Journalist:innen, mit denen die 2. Vorsitzende des Vereins „Hamburger Stadttauben“ über die, wie sie sagt, vielen Vorurteile gegenüber Stadttauben spricht. Lateinisch übrigens: Columba livia forma domestica.
Tatsächlich ist das Image der flatternden Großstadtbewohnerinnen mies: R...

