Der neueste Trick der Abo-Mafia

Man versprach ihr einen Job – doch am Ende sollte Annemarie G. für ein Zeitungsabo bezahlen

(aus Hinz&Kunzt 155/Januar 2006)

Tausende von Bundesbürgern, darunter viele Hamburger, sind in den vergangenen Monaten Opfer eines neuen Tricks der Zeitschriftenwerber geworden. Per Jobangebot lockten sie viele Menschen in die Abofalle. Nicolas Peerenboom recherchierte für den NDR und Hinz&Kunzt.

Ein Jahr Hartz IV

Die Arbeitsmarktrefom auf Hamburger Bühnen

(aus Hinz&Kunzt 155/Januar 2006)

Ein Mann und eine Frau stehen ganz oben auf dem Dach eines Wolkenkratzers. Außer einem wackeligen Geländer trennt sie nichts von der kilometertiefen Häuserschlucht. Er: „Sie haben Angst?“ Sie: „Ja.“ Er: „Vertrauen Sie mir, kommen Sie zu mir.“ Die Frau springt auf das Geländer, spielt fliegender Engel: Rumpf und Arme über dem Abgrund, die Hüfte balanciert auf dem Geländer, hinten an den Beinen hält der Mann das Gegengewicht. Er: „Sehen Sie, Sie haben keine Angst mehr.“ Sie: „Nein, weil ich jetzt Halt habe.“

Gaspreis vor Gericht

Kunden wehren sich gegen Preiserhöhung von E.ON Hanse. Was der Vorstandschef und die Verbraucherzentrale sagen

(aus Hinz&Kunzt 155/Januar 2006)

Zum Jahresbeginn erhöht der Energieversorger E.ON Hanse den Gaspreis – zum vierten Mal in den vergangenen 15 Monaten. 54 Privatkunden sind deshalb vor Gericht gezogen. Sie bezweifeln, dass die Preiserhöung angemessen ist – ein Novum in der deutschen Wirtschaft. Das Unternehmen, zugleich H&K-Sponsor, hat daraufhin einen umfangreichen Schriftsatz angefertigt, den die Kläger derzeit studieren. Hinz&Kunzt befragte Hans-Jakob Tiessen, Chef von E.ON Hanse, und Dr. Günter Hörmann, Geschäftsführer der Hamburger Verbraucherzentrale.

Harrys Revier

Maria Ketikidou über Liebe und Freundschaft und über ihre Rolle als Zivilfahnderin auf dem Kiez

(aus Hinz&Kunzt 155/Januar 2006)

Seit 20 Jahren kümmern sich die Polizeibeamten des ARD Klassikers „Großstadtrevier“ um kleine Fische und große Haie auf dem Kiez. Dafür gab’s die Goldene Kamera 2005 für die beste deutsche Kultserie. Maria Ketikidou ist seit 1993 dabei, als Zivilfahnderin Harry Möller. Erika Weyler traf sich mit der 39-jährigen Schauspielerin.

In 40 Seiten um die Welt

[ju:ni:k] ist da! In dem neuen Jugendmagazin berichten junge Reporter über internationale Hilfsprojekte. Jeder Käufer ist auch Spender

(aus Hinz&Kunzt 156/Februar 2006)

Mal ehrlich – wer kann heute noch von sich behaupten, er wäre über alles, was in der Welt so vor sich geht, bestens im Bilde? Ich denke mal, die Zahl nimmt in allen Altersgruppen ab. Dennoch sind es oft Kinder und Jugendliche, denen ein allgemeines Desinteresse vorgeworfen wird. Ein Vorurteil – das sage ich nicht nur, weil ich selbst jugendlich bin, sondern auch, weil ich jemanden getroffen habe, der alles andere als desinteressiert ist.

Irgendwo ist Afrika

Sechs Jahre lebte Olivia in einem Bauwagen. Wegen der Geburt ihres Kindes zog sie in ein Haus, doch sie kann die Rückkehr zum Leben auf Rädern kaum erwarten

(aus Hinz&Kunzt 156/Februar 2006)

Ihr kleines Zimmer leert sich langsam. Die Klamotten verschwinden im alten Koffer, das Spielzeug in der Kiste. Das Chaos der letzten Tage und Wochen lichtet sich ein wenig. Stehen bleibt, was eh ins Zimmer gehört. Ein Schrank, die dünne Matratze, Sofa, Tisch und Sessel. Luis krabbelt auf dem Holzfußboden herum und scheint munter in seiner eigenen Sprache zu erzählen, was sich in seinem kleinen Leben demnächst alles verändern wird.

Kaffeekränzchen auf Albanisch

Zwischen südosteuropäischen Mythen und Vierländer Verwandtschaft: Jugendredakteurin Shota Ahmeti fühlt sich in zwei Kulturen zu Hause

(aus Hinz&Kunzt 156/Februar 2006)

„Sind Sie schon verheiratet? Nee, oder?“ Diese Frage kommt jedes zweite Mal, wenn die Leute meinen Namen hören. Eine andere Erklärung als eine Heirat scheinen sie nicht zu kennen. Denn ich bin dunkelblond, habe blaue Augen und entspreche in meinem äußeren Erscheinungsbild wohl allen Kriterien, die zum Deutsch-Sein gehören. Aber ich heiße Ahmeti mit Nachnamen.

Perry Rhodan kommt aus Bahrenfeld

Wie viel Biss haben deutsche Comics? Die Alligatorfarm will gegen die großen Verlage antreten

(aus Hinz&Kunzt 156/Februar 2006)

Zigaretten, schwarzer Kaffee und ein kleines Zimmer, in dem lediglich eine Schreibtischlampe Licht spendet. Ist das alles, was ein Comiczeichner braucht? Leider nicht.

Rendezvous mit dem Ritter von Sandhatten

Einmal dem Alltag entfliehen und ein Wochenende lang jemand anderes sein: ein mutiger Spion, ein kühner Samurai. Das Rollenspiel macht‘s möglich

(aus Hinz&Kunzt 156/Februar 2006)

Es klingelt an der Tür. Verdutzt schaue ich meinen Kumpel Basti an. „Kann es losgehen?“, fragt er mich mit einem breiten Grinsen. An meinem Blick angesichts seines Aufzugs stört er sich nicht. Neonblaues Piratenhemd, schwarze Lederhose, hochgeschnürte Stiefel und noch ein Tuch um den Kopf geknotet, so steht er vor mir. Ich hätte wissen müssen, dass er als passionierter Rollenspieler in voller Montur erscheint. Am liebsten würde ich die Tür wieder schließen. Für einen Rückzieher ist es jetzt zu spät.

Um Gottes Willen

Vier Jugendliche über ihren Glauben, den heiligen Krieg und das Zölibat

(aus Hinz&Kunzt 156/Fenruar 2006)