Rock, Pop, Punk und Piano

Zum 15. Hinz&Kunzt-Geburtstag rocken The Rattles, Joja Wendt, Der Fall Böse, Ruben Cossani und die Hinz&Kunzt-Band in der Fabrik

(aus Hinz&Kunzt 188/Oktober 2008, Das Modeheft)

Zum 15-Jährigen gehen wir richtig in die Vollen. Die tollsten Geschenke teilen wir mit Ihnen: Alle Künstler verzichten für uns auf ihre Gage. Hier sagen sie, warum:

Schräge Vögel in Schwarz-Weiß

Der Cartoonist Ralf Zeigermann hat einen Hamburg-Kalender exklusiv für Hinz&Kunzt gezeichnet

(aus Hinz&Kunzt 188/Oktober 2008, Das Modeheft)

Ralf Zeigermann liebt schräge Vogel und ist selber einer.

Er sammelt auf seiner Webseite Illustrationen zu James Joyces letztem Roman „Finnegans Wake“ und stellt dazu Fotos alter deutscher Punkbands, gescannte Katalogseiten von Spielzeugautos und Podcasts, in denen überwiegend Unsinn geredet wird. Sein Geld verdient Zeigermann als Art Director in London, aber für Hinz&Kunzt ließ er seiner wahren Leidenschaft freien Lauf und zeichnete zwei Monate lang ganz altmodisch mit der Hand einen Kalender.

Voll mein Stil!

Von wegen grüne Mode ist nur was für Alternative und Modemuffel. In Bio-Baumwolle und Öko-Mode machten sich unsere fünf Laien-Models richtig gut

(aus Hinz&Kunzt 188/Oktober 2008, Das Modeheft)

Soll noch einer sagen, Männer seien Modemuffel. Unsere vier männlichen Models haben stundenlang Hosen, T-Shirts und Pullover ausgesucht, anprobiert und sich dann auch noch fotografieren lassen. Schade ist nur, dass den meisten herzlich egal ist, ob die Mode grün oder fair ist.

Die Experten-Kommission

Fachleute erklären, was sich seit der Gründung von Hinz&Kunzt beim Thema Obdachlosigkeit getan hat und noch tun muss

(aus Hinz&Kunzt 189/November2008)

Die Marathon-Spender

30 Spender unterstützen Hinz&Kunzt seit dem Start. Drei von ihnen erzählen, was sie mit dem Projekt verbindet

(aus Hinz&Kunzt 189/November2008)

„Auch mein Hund war einmal obdachlos“, sagt Heike Uster, als sie zu Hinz&Kunzt in die Altstädter Twiete kommt. Nelly, eine kleine Promenadenmischung, wackelt munter hinterher. Früher lebte sie herrenlos im Mittelmeerraum. Jetzt kommt Nelly immer mit, wenn Heike Uster unterwegs ist.

Die Schläge, die Angst, die Drogen

Claudia ist 41 Jahre alt und hat seit 14 Jahren keine eigene Wohnung.

(aus Hinz&Kunzt 189/November2008)

Die drei Geschwister stehen dicht gedrängt. Claudia ist die Älteste von ihnen, sie muss ihre Brüder beschützen. Dabei ist sie selbst noch nicht einmal sechs Jahre alt. Der kleine Carlos kann noch nicht laufen, Claudia hält seine kleinen Hände in ihren. Das Geschrei und das Gepolter versuchen die drei zu ignorieren. Es ist immer laut, wenn die Eltern streiten. Aber heute ist irgendetwas anders. Die Mutter schreit jetzt gar nicht mehr. Sie liegt am Boden, der Vater rittlings auf ihr, und er drückt auf ihren Hals. Dass die Mutter da so liegt, macht den Geschwistern Angst. Sie fangen an zu weinen. Als ihr Vater das Zimmer verlässt, laufen sie zu ihrer regungslosen Mutter, stoßen sie an und rufen sie.

Ein Zimmer mit Aussicht

Mehrmals wurde er für tot erklärt. Doch sie machten die Rechnung immer ohne ihn. Horst Knauer lebte 20 Jahre auf der Straße – bis er eine Entscheidung traf

(aus Hinz&Kunzt 189/November2008)

Endlich zu Hause

Von der Parkbank in den Altbau: Hotte und andere Hinz&Künztler zeigen ihr Heim und ihre alte Platte

(aus Hinz&Kunzt 189/November2008)

Früher zugige Unterschlupfe, heute Erholung auf der Sofagarnitur – sieben Hinz&Künztler in zwei Welten

Gratulation der Rock-Legende

Sie wurden mit „La La La“ und „The Witch“ zur Legende. Am 7. November rocken die Rattles beim Hinz&Kunzt-Geburtstagsfest in der Fabrik

(aus Hinz&Kunzt 189/November2008)

Große Vergleiche haben die Rattles nie gescheut.
„Wenn wir ’ne Oldies-Band sind, dann sind die Stones es auch“, sagt Rattles-Drummer Dicky Tarrach selbstbewusst. Die Hamburger Kultband und die britischen Superstars haben viel gemeinsam: Ihre ersten großen internationalen Erfolge hatten beide Bands in den 60ern, und beide sind heute noch gut im Geschäft. „Aber wir sehen besser aus“, feixt Tarrach.

Liebesgeschichte mit Happy End

Der Schnaps war Ickes bester Freund. Bis er Susi kennenlernte. Eine Geschichte, die fast zu schön und trotzdem wahr ist

(aus Hinz&Kunzt 189/November2008)

Bei manchen Menschen würde man glatt drauf wetten, dass sie nie nie mehr aus dem Dreck kommen. Icke war so ein Mensch. Bis er Hinz&Kunzt und Susi kennenlernte. Susi (Name geändert) bemerkt Icke am 6. Dezember 1993 zum ersten Mal. Der Obdachlose mit dem Berliner Akzent steht an seinem Verkaufsplatz am Berliner (!) Tor mit Nikolausmütze auf dem Kopf, nüchtern und verkauft gut gelaunt das Straßenmagazin. Der dunkelhaarige Mann mit den netten Augen fällt ihr auf, nur so.