Hamburg schiebt immer wieder Obdachlose aus EU-Staaten in ihre Herkunftsländer ab – und es könnten bald noch mehr werden. Das Entsetzen derer, die versuchen zu helfen, ist groß.
An Heiligabend 2025, kurz vor Mitternacht, halten Marie Belaud und ihr Mann es nicht mehr aus. Sie sind auf dem Heimweg von einem Festschmaus mit der Familie, als sie an den beiden Obdachlosen vorbeigehen, die neuerdings bei ihnen im Viertel leben. Die Männer liegen auf dem Gehweg der Fuhlsbüttler Straße unter einer U-Bahn-Brücke, nur wenige Schritte von der Wohnung des Ehepaars entfernt. „Wir haben uns gesagt: Nein, das geht nicht. Das können wir nicht so lassen!“, erinnert sich Marie Belaud im Gespräch mit Hinz&Kunzt. Weil das Paar befürchtet, die Obdachlosen könnten erfrieren, holt es Wärmflaschen und legt sie neben die Schlafenden. Einer der beiden, werden die Belauds bald erfahren, heißt Zbigniew*.
In den Wochen danach, es ist der bitterkalte Januar 2026, schaut Marie Bel...
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