Liebe Leserin, lieber Leser,

Tiere haben mich als Kind nicht sehr interessiert. Doch eines Tages, ich war bereits Teenager, bekam das Meerschweinchen eines Freundes unverhofft Nachwuchs. Jahre später habe ich Othello eigenhändig begraben. Heute lasse ich mir von unserer Katze auf der Nase herumtanzen – und mag mir nicht vorstellen, wie mein Leben ohne sie aussehen würde.

Ähnlich geht es auch Influencer Malte Zierden. Im Interview erzählt er, wie er weltweit Räume schaffen will, in denen Tiere in Frieden leben können. Unsere Reportage führt Sie ins Tierheim in Hamm, wo Hunde im Auftrag der Stadt einquartiert werden, weil sie allein wegen ihrer Rasse als gefährlich gelten. Und wir zeigen, welche Hilfen es für Menschen mit wenig Geld gibt, damit auch sie sich ein Tier leisten können.

Außerdem unternehmen wir eine Zeitreise ins Jahr 1976. Atomkraftwerke galten damals wie heute den einen als Zukunftstechnologie, den anderen als Wahnsinn. 50 Jahre später erzählen Zeitzeug:innen im Stadtgespräch, wie sie die Auseinandersetzungen um das Kraftwerk Brokdorf erlebt haben, das Ende 2021 abgeschaltet wurde.

Besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen auch die Graphic Novel „Herr Werner wird zum Dieb“, die wir im Kulturteil vorstellen: Sie erzählt die Geschichte eines mutigen Kunsthallen-Hausmeisters, der von den Nazis als „entartete Kunst“ diffamierte Gemälde in seiner Dienstwohnung versteckte und so vor der Vernichtung bewahrte.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!

Ihr Ulrich Jonas

Redaktion


Stadtgespräch

Fotostrecke

Fructosa Cruz de Vela-Barca steht vor den Überresten des Pastoruri-Gletschers in der Cordillera Blanca. Foto: Ciril Jazbec
Fructosa Cruz de Vela-Barca steht vor den Überresten des Pastoruri-Gletschers in der Cordillera Blanca. Foto: Ciril Jazbec

Das Eis wird dünn

In den peruanischen Anden lässt der Klimawandel tropische Gletscher schmelzen. Dadurch werden giftige Schwermetalle freigesetzt. Fotograf Ciril Jazbec trifft die Gemeinden, die mithilfe alter Weisheiten das vergiftete Wasser reinigen.

Nachruf

Sein Verkaufsplatz vor dem Rewe in der Rehrstieg-Galleria hat Friedrich viel bedeutet. Foto: Dmitrij Leltschuk
Sein Verkaufsplatz vor dem Rewe in der Rehrstieg-Galleria hat Friedrich viel bedeutet. Foto: Dmitrij Leltschuk
Trauer um Hinz&Künztler Friedrich

Forever and ever!

15 Jahre lang verkaufte Friedrich Hinz&Kunzt in Neuwiedenthal. Redakteurin Luca Wiggers hatte ihn dorthin begleitet. Aus seiner Wunschgeschichte über die Wohnsiedlung ist ein Nachruf über ihn geworden – denn Friedrich ist tot.

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