Die AfD inszeniert sich immer wieder auch als Arbeiter:innen- und Erwerbslosenpartei. Sozialwissenschaftler und Journalist Sebastian Friedrich analysiert, was sie diesen Menschen zu bieten hat.
2026 könnte das Jahr der AfD werden. Ab Anfang März stehen mehrere Landtagswahlen an, bei denen die Partei nicht nur kräftig zulegen dürfte. In Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern, wo jeweils im September gewählt wird, erhofft sich die AfD sogar die absolute Mehrheit. So könnte etwa Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt der erste Ministerpräsident der AfD werden.
Ein beachtlicher wie erschreckender Aufstieg der Partei, der es als erste in der Geschichte der Bundesrepublik gelungen ist, das Spektrum rechts der Union zu bündeln. Gerade dieser Charakter einer rechten bis in Teilen rechtsradikalen Sammlungspartei erschwert es, die AfD eindeutig zu fassen. Zwar treten einzelne Landesverbände – etwa in Nordrhein-Westfalen oder Hamburg – moderater auf. Auch unterscheiden sich ihre Zielvorstellungen zum Teil von denen eines Björn Höcke. Doch die um ihn versammelten völkisch-nationalistischen Kräfte dominieren inzwischen die Partei. Und trotz wiederkehrender Machtkämpfe, Spaltungen und Eskalationen ist es der Partei bislang gelungen, Widersprüche zu moderieren.
Dabei liegt der große gesellschaftliche Aufschrei gerade einmal zwei Jahr...
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