Harbour Front Festival

Lesung für Flüchtlinge

Erneute Hilfe für die afrikanischen Flüchtlinge auf St. Pauli: Der Erlös aus einer Veranstaltung mit Autor Arezu Weitholz beim Harbour Front Literaturfestival fließt an die Flüchtlinge. Die Lesung findet am 13. September in der St. Pauli Kirche statt.

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Als „Embassy of Hope – Botschaft der Hoffnung“ bezeichnen die Flüchtlinge ihre Zuflucht in der Kirche auf St.Pauli.

Das Harbour Front Literaturfestival unterstützt die afrikanischen Flüchtlinge auf St. Pauli: Am 13.9. stellt Arezu Weitholz zusammen mit Götz Bühler und Joe Bausch in der St. Pauli Kirche das Buch „Ein Fisch wird kommen. Kleine Fischkunde mit Gedichten“ vor. Einen popmusikalischen, poetischen und filosofischen Abend mit einer großen Verbeugung vor Ringelnatz, Gernhardt und AC/DC, verspricht die Programm-Ankündigung. Der Erlös der Lesung fließt an die St. Pauli Kirche. „Dass etwa 80 Flüchtlinge in der St. Pauli Obdach gefunden haben, war uns bekannt“, so Festival-Sprecher Nikolaus Hansen. „Aber von der eindrucksvolle Unterstützung durch die Anwohner haben wir erst durch die August-Ausgabe von Hinz&Kunzt erfahren. Da haben wir beschlossen, ebenfalls zu helfen.“

Unter dem Titel „Das Herz von St. Pauli“ hatte Hinz&Kunzt im August über die breite Unterstützung für die afrikanischen Flüchtlinge auf St. Pauli berichtet: Vor über drei Monaten flohen die Afrikaner vor dem Bürgerkrieg in Libyen auf die italienische Insel Lampedusa. Doch in Italien schickte man sie fort. Sie kamen nach Hamburg und landeten hier auf der Straße. Nach kurzer Zeit boten neben der St. Pauli Kirche auch die Moschee in Glinde den Flüchtlingen Obdach. Anwohner auf St. Pauli brachten Sachspenden, gaben Deutschunterricht und bereiteten Essen zu. Die Zahl der kontinuierlichen Helfer auf dem Kiez ist inzwischen auf 50 angestiegen.

Das ist aber längst nicht alles: Die Gewerkschaft Verdi nahm die Afrikaner als Mitglieder auf. Der FC St. Pauli spendierte Eintrittskarten und lud Lampedusa-Flüchtling Gabriel zum Probetraining der U23 ein. Anwohner organisierten Nachbarschaftsfeste und Musikclubs veranstalteten Unterstützungsparty. Nun reiht sich auch das Harbour Front Literaturfestival, das vom 12. bis 21. September in Hamburg stattfindet, in die illustre Reihe der Unterstützer ein.

Text: Jonas Füllner
Foto: Benjamin Laufer

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