Wohnungen für Obdachlose statt Winternotprogramm
Kurz vor dem Start des Winternotprogramms für Obdachlose kritisieren Hamburgs Wohlfahrtsverbände den Senat. Sie sprechen von einem „sozialpolitischen Drama“ und fordern mehr Wohnungen für Obdachlose.
Kurz vor dem Start des Winternotprogramms für Obdachlose kritisieren Hamburgs Wohlfahrtsverbände den Senat. Sie sprechen von einem „sozialpolitischen Drama“ und fordern mehr Wohnungen für Obdachlose.
So schnell kann es gehen: Nur gut ein Jahr nach Start eines „Modellprojekts“ wird die Straßensozialarbeit in der Neustadt wieder eingestellt. Das verantwortliche Bezirksamt Mitte verweist auf Pläne der Sozialbehörde.
Mit 14 Jahren schlief Xenia Brandt das erste Mal auf der Straße. Als Punkerin machte sie lange Platte auf St. Pauli. Heute lebt die 32-Jährige in einer Wohnung, hat einen Job – und macht Comedy.
Hinz&Künztlerin Annie (46) hat einen Großteil ihres Lebens auf der Straße verbracht. Heute hat sie eine Wohnung. Doch darauf vertrauen, dass alles gut ausgeht, kann sie nicht mehr.
Gülay Ulaş von GoBanyo, dem Duschbus für Obdachlose, über das Grundbedürfnis Hygiene, das auf der Straße oft zu kurz kommt.
In Eimsbüttel gibt es seit 32 Jahren den bislang einzigen Tagestreff für wohnungslose Frauen: die Kemenate. Autorin Simone Deckner hat mit Sozialarbeiterin Davina Kronshage über wichtige Rückzugsräume und die Ursachen für weibliche Wohnungslosigkeit gesprochen.
Innerhalb einer Woche brannten in Eimsbüttel der Schlafplatz eines Obdachlosen und die Mülltonne eines Containerdorfs für Obdachlose. Jetzt ermittelt das Landeskriminalamt.
Anfang November startet das Hamburger Winternotprogramm für Obdachlose – ohne Änderungen am Konzept. Hinz&Kunzt kritisiert, dass der Senat auch das pflegerische Angebot nicht weiter ausbauen will.
Im ersten Halbjahr 2024 hat die Innenbehörde 17 obdachlose Menschen in ihre Herkunftsländer abgeschoben. Das sind mehr Abschiebungen als im gesamten Vorjahr.
Immer mehr Hamburger:innen, die von Obdach- und Wohnungslosigkeit bedroht sind, bekommen keine Unterkunft. Eine „Taskforce“, wie sie die Linke fordert, lehnt die rot-grünen Regierungsfraktionen ab – will aber anders gegensteuern.