„Man wird einfach rausgeschmissen“
Am Mittwoch ist das Hamburger Winternotprogramm für Obdachlose zu Ende gegangen. Hinz&Kunzt hat sich am Morgen vor der größten Notunterkunft umgehört.
Am Mittwoch ist das Hamburger Winternotprogramm für Obdachlose zu Ende gegangen. Hinz&Kunzt hat sich am Morgen vor der größten Notunterkunft umgehört.
Nachdem ein Hinz&Kunzt-Verkäufer in einer städtischen Unterkunft für kranke Obdachlose in katastrophalem Zustand aufgefunden wurde, stellt Hinz&Kunzt Strafanzeige wegen unterlassener Hilfeleistung gegen Unbekannt.
Hinz&Kunzt-Mitarbeitende besuchen einen Verkäufer in einer städtischen Unterkunft, die sehr kranken Obdachlosen Schutz bieten soll. Sie finden ihn in katastrophalem Zustand hilflos im Bett liegend vor. Im Krankenhaus muss er ins künstliche Koma versetzt werden. Wie konnte es dazu kommen?
Anfang 2021 brachte die Stadt besonders kranke Obdachlose in einer eigenen Einrichtung unter. Künftig finden sie wieder im Winternotprogramm ihren Platz.
Um Corona-Infektionen zu vermeiden, wollte die Sozialbehörde im Winternotprogramm höchstens drei Obdachlose pro Zimmer einquartieren. Sven sagt, er musste sich ein Zimmer mit sechs Fremden teilen. Fördern&Wohnen dementiert.
Wegen einer positiv getesteten Mitarbeiterin in der Notunterkunft Friesenstraße lässt der städtische Betreiber fördern&wohnen (f&w) vorerst keine neuen Übernachtungsgäste zu.
Die Stadt bringt Obdachlose in der Corona-Krise weiterhin unter. Die beiden Großunterkünfte des Winternotprogramms und drei weitere Unterkünfte sollen den Menschen mindestens bis Ende Juli Schutz bieten.
Am Freitag hat das Hamburger Winternotprogramm offiziell begonnen. Die Auslastung der Großunterkünfte ist bislang ähnlich hoch wie in den Vorjahren. Die Nachfrage nach Wohncontainern ist aber wieder höher als das Angebot.
Trotz einer frostigen Nacht hat die Stadt das Winternotprogramm für Obdachlose heute beendet. Bis zu 500 Menschen droht der Weg zurück auf die Straße.
Wie in den Vorjahren öffnet am 1. November das Winternotprogramm der Stadt. Neu ist der Standort an der Kollaustraße. Altbekannt die Kritik: Wieder bleiben die Unterkünfte tagsüber geschlossen, Hunde sind verboten und das Programm ist nicht für alle Obdachlosen offen.