Immer mehr Aufwand, wenig Ertrag
Hochbahn und Deutsche Bahn geben viel Geld aus, um bettelnde Menschen zu vertreiben. Der Ertrag erscheint zweifelhaft, wie neue Zahlen des Senats zeigen.
Hochbahn und Deutsche Bahn geben viel Geld aus, um bettelnde Menschen zu vertreiben. Der Ertrag erscheint zweifelhaft, wie neue Zahlen des Senats zeigen.
Gegen das Bettelverbot in Hamburger U- und S-Bahnen rufen Initiativen zu einer Kundgebung auf. Im Interview erklärt eine Sprecherin, wieso sie nicht auf die Gerichtsentscheidungen über das Verbot warten wollen.
Sanktionen gegen Bettelnde im Hamburger Verkehrsverbund soll es auch weiterhin geben. Wieso die dafür verhängten Bußgelder allerdings in der Regel nicht bezahlt werden müssen.
Weil er ein Bußgeld wegen Bettelns in der U-Bahn bekommen hat, zieht ein Wohnungsloser vor Gericht. Es geht um Grund- und Menschenrechte.
Seit Monaten gehen die Verkehrsunternehmen des HVV verstärkt gegen Bettelnde in U- und S-Bahnen vor. Wie der Verkehrsverbund auf eine Petition mit mehr als 13.000 Unterschriften reagiert.
Ein Krefelder hat sich erfolgreich gegen ein Bettelverbot gewehrt. Ein Verbot, das die Stadt zuvor verhängt hatte, sei rechtswidrig, urteilte ein Gericht.
In Hamburg haben am Samstag rund 250 Menschen gegen die Verdrängung von obdachlosen und bettelnden Menschen aus der Innenstadt demonstriert. Zum Protest aufgerufen hatte die Initiative „Solidarische Straße“ gemeinsam mit Hinz&Kunzt.
(aus Hinz&Kunzt 160/Juni 2006)
Bischöfin Maria Jepsen und Erzbischof Werner Thissen haben sich in die aktuelle Bettler-Debatte eingemischt. In einer gemeinsamen Erklärung rufen sie zu „mehr Großherzigkeit und Liberalität“ auf. Die Erklärung im Wortlaut
(aus Hinz&Kunzt 157/März 2006)
In Hamburg zeichnet sich eine Mehrheit gegen ein Bettel Verbot in der Innenstadt ab. Politiker aller Parteien stellten sich gegen die Forderung der Handelskammer. Während der Senat die rechtliche Lage prüft, schlossen sich in den ersten drei Februar-Wochen fast 600 Menschen der Hinz&Kunzt-Aktion „Hamburg muss fair bleiben!“ an.
(aus Hinz&Kunzt 159/Mai 2006)
Eigentlich war das Thema Bettelverbot wieder vom Tisch. Doch jetzt will Bezirksamtsleiter Markus Schreiber es doch noch einführen – speziell für behinderte Bettler aus Südosteuropa.