Amerikas versteckte Wohnungslose

Das Geschäft mit der Wohnungslosigkeit

Wie die Protagonistin im Film „Nomadland“ leben Abertausende in den USA in Autos. Bild: 2020 20th Century Studios.
Wie die Protagonistin im Film „Nomadland“ leben Abertausende in den USA in Autos. Bild: 2020 20th Century Studios.
Wie die Protagonistin im Film „Nomadland“ leben Abertausende in den USA in Autos. Bild: 2020 20th Century Studios.

Keine Wohnung trotz Vollzeitarbeit – das ist die Realität vieler Menschen in den USA. Der Journalist und Autor Brian Goldstone hat ein Buch über die „versteckten Wohnungslosen“ geschrieben. Ein Interview.

Hunderttausende US-Amerikaner:innen gehen einer Vollzeitbeschäftigung nach und können trotzdem ihre Miete nicht bezahlen. Sie leben in Notunterkünften, bei ihren Familien oder in Hotels, die von ihrer Notlage profitieren. Viele werden in der Obdachlosen-Statistik nicht erfasst, weil sie nicht der offiziellen Definition entsprechen. Doch sie sind ein wichtiger und aufschlussreicher Aspekt der amerikanischen Wohnungslosigkeitskrise, argumentiert der Journalist Brian Goldstone in seinem Buch „There Is No Place for Us: Working and Homeless in America“ (Es gibt keinen Platz für uns: Wohnungslos trotz Arbeit in Amerika).

Goldstone begleitete für sein Buch fünf Familien aus Atlanta (Hauptstadt des US-Bundesstaats Georgia) und schildert ihren Weg durch die Wohnungsnot. Anhand ihrer Porträts zeigt er auf, dass Wohnungslosigkeit kein persönliches Versagen oder das Ergebnis von Arbeitslosigkeit ist, sondern vielmehr Resultat hoher Immobilienpreise, weit verbreiteter Gentrifizierung und der Weigerung, die Realität der „versteckten Wohnungslosen“ anzuerkennen. Im Gespräch mit dem US-amerikanischen Straßenmagazin Street Sense erzählt er mehr.

„Amerika erscheint plötzlich anders.“...


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Artikel aus der Ausgabe:
Ausgabe 396

Armes Amerika

Wohlstand für alle? Den Obdachlosen in den USA geht es seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump schlechter als je zuvor. Und: Etliche Menschen können dort trotz Vollzeitbeschäftigung keine Wohnung mieten. Außerdem: Satiriker Nico Semsrott erzählt im Interview, wie er die deutsche Demokratie retten will.

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Annemarie Cuccia

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