Winternotprogramm endet : Protest vor der Sozialbehörde

Vor zwei Jahren forderte das Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot vor dem Rathaus mehr Wohnungen für Obdachlose. Foto: Jonas Füllner

Mitarbeiter aus der Wohnungslosenhilfe wollen am Donnerstag ein Zeichen gegen Wohnungsnot und Obdachlosigkeit vor der Sozialbehörde setzen. Zwei Tage später, am 1. April, schließt das Winternotprogramm für Obdachlose.

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In den Notunterkünften der Stadt fanden zuletzt mehr als 800 Obdachlose jede Nacht Zuflucht. Die meisten werden ab dem Wochenende wieder auf der Straße landen. Die Plätze in den ganzjährigen Wohnunterkünften für Obdachlose sind belegt. Die Sozialbehörde hat zwar angekündigt, dass zu den bestehenden 3319 Plätzen im Laufe des Jahres 1500 hinzu kommen sollen. So viele neue Plätze gab es seit Jahren nicht mehr. Bislang konnten allerdings erst 150 neu Plätze geschaffen werden.

Zu der Protestaktion auf der Rönnhaidbrücke (U-Bhf. Hamburger Straße) ruft das Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot, zu dem auch Hinz&Kunzt gehört, auf. Der Zusammenschluss von Trägern aus der Wohnungslosenhilfe fordert unter dem Motto „Wohnungen für Obdachlose – sofort!“ den Bau von mehr Wohnungen für benachteiligte Menschen und zusätzliche Unterkünfte für die vorübergehende Unterbringung obdachloser Menschen. Die Aktion richtet sich allerdings an Frühaufsteher, sie findet statt von 7.30 Uhr bis 8.30 Uhr.

Über den Autor
Jonas Füllner
Studium der Germanistik und Sozialwissenschaft an der Universität Hamburg. Seit 2013 bei Hinz&Kunzt - erst als Volontär und inzwischen als angestellter Redakteur.

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