Feuer in Gartenkolonie : Obdachloser in Hildesheim verbrannt

Im Brandschutt fanden die Ermittler einen toten Obdachlosen. Foto: Henning Steffen

Im niedersächsischen Hildesheim ist ein Obdachloser bei einem Feuer in einer Gartenlaube ums Leben gekommen. Die Polizei vermutet, dass er dort übernachten wollte.

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Das verhängnisvolle Feuer in der Hildesheimer Schrebergartenkolonie brach am 3. April gegen 21.15 Uhr aus. Die gerufene Feuerwehr konnte nichts mehr retten: Von der Gartenlaube blieben nur verkohlte Reste übrig. Mittendrin fanden die Einsatzkräfte eine stark verbrannte Leiche. Die Identität war zunächst unklar.

Inzwischen steht fest, dass es sich bei dem Brandopfer um einen Obdachlosen handelte, der sich ohne Wissen des Gartenbesitzers dort aufhielt. Mit einem DNA-Test hat die Polizei den 45-Jährigen identifiziert. Die Ermittler gehen davon aus, dass er in dem Gartenhäuschen übernachten wollte. Darauf würden auch im Brandschutt gefundene Teelichter und weitere Gegenstände hinweisen.

Die Polizei hatte zunächst ermittelt, ob der Mann einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen sein könnte. Inzwischen gehen die Ermittler aber davon aus, dass er das Feuer selbst entfacht hat – „durch eigene Unachtsamkeit mit Teelichtern oder vielleicht auch durch Rauchen“, heißt es im Polizeibericht. „Vermutlich konnten er sich – sofern er bei Bewusstsein war – nicht mehr ins Freie retten.“

Über den Autor
Benjamin Laufer
Schreiben, was schief läuft, damit es sich ändert: Benjamin Laufer arbeitet als Journalist in Hamburg hauptsächlich zu Sozial- und Innenpolitik.

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