Straßensozialarbeit

Mehr Hilfe für Obdachlose im Stadtzentrum

Eine Frau ist von hinten zu sehen, wie sie Rolltreppen am Hauptbahnhof hochfährt. Auf ihrem Rucksack steht "Straßensozialarbeit".
Eine Frau ist von hinten zu sehen, wie sie Rolltreppen am Hauptbahnhof hochfährt. Auf ihrem Rucksack steht "Straßensozialarbeit".
Die Sozialbehörde hat ein neues Konzept für die Straßensozialarbeit in Hamburg vorgestellt. Foto: Dmitrij Leltschuk

Nach Kritik aus dem Bezirk Bergedorf bestätigt die Hamburger Sozialbehörde: Ausgeweitet wird das Hilfsangebot für Obdachlose vorerst nur in den Bezirken Mitte, Altona und Harburg.

Bis zu 40 Obdachlose, die mehr Hilfe benötigen, halten sich aktuell im Bezirk Bergedorf auf. Das hatten in den vergangenen Wochen Straßensozialarbeiter und die Linksfraktion in Bezirk gegenüber dem Abendblatt beklagt und von einer „Versorgungslücke“ gesprochen.

Auf Hinz&Kunzt-Nachfrage bestätigt die Sozialbehörde zwar, dass Obdachlose erst einmal vorrangig in den Bezirken Mitte, Altona und Harburg durch zusätzliche Straßensozialarbeiter:innen unterstützt werden. Diese Entscheidung resultiere allerdings auf einer wissenschaftlichen Evaluation: „Die Analyse zeigt, dass sich ein Großteil der Menschen ohne festen Wohnraum in den Bezirken Mitte, Altona und Harburg aufhält“, so die Behörde. Immerhin elf neue Vollzeitstellen für Sozialarbeitende sollen jetzt in diesen Bezirken geschaffen werden.

Erst in einem zweiten Schritt werden die Bezirke gestärkt, in denen sich bislang nur wenige der insgesamt rund 3800 Obdachlosen aufhalten. Bis dahin werde das mobil einsetzbare Streetwork-Team der Stadt dort „bedarfsorientiert reagieren“.

Artikel aus der Ausgabe:
Ausgabe 395

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Autor:in
Jonas Fabricius-Füllner
Jonas Fabricius-Füllner

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