Randnotizen vom 14.8.2026
Mehr als 100.000 Menschen von Kürzungen bedroht

Ein Regal mit Kleidung und Schildern: "Herrenabteilung" und "Frauenabteilung"
Ein Regal mit Kleidung und Schildern: "Herrenabteilung" und "Frauenabteilung"
Bedürftige erhalten in dieser DRK-Einrichtung kostenlose Kleidung. Foto: Dmitrij Leltschuk

Allein in Hamburg könnten mehr als 100.000 Menschen von den geplanten Sozialkürzungen betroffen sein. Außerdem: Wo Sie sich südlich der Elbe wie in der Toskana fühlen.

Gerade ist es aufgrund der Sommerpause ziemlich ruhig im Politikbetrieb – angesichts der immer sichtbarer werdenden Klimakrise finde ich: gespenstisch ruhig. Aber immerhin bedeutet das auch, dass weder aus Bundes- noch aus Landespolitik in diesen Wochen neue Kürzungsvorschläge auf den Tisch kommen und insbesondere armen Menschen erspart bleibt, sich vor weiteren „Reformplänen“ fürchten zu müssen.

Aber das ist leider nur die Ruhe vor dem Sturm. Zahlreiche Kürzungsvorhaben stehen bereits im Raum, viele davon werden nach dem Sommer in den Parlamenten diskutiert und wahrscheinlich auch umgesetzt werden. Gekürzt werden soll unter anderem bei Wohngeld, Kindersofortzuschlag und Unterhaltsvorschuss. Hamburg setzt den Rotstift beim Sozialticket und beim Schulessen an. Viele Maßnahmen wirken für sich wenig dramatisch, können Betroffene in der Summe aber richtig hart treffen. „Wenn an mehreren Stellschrauben am unteren Ende gleichzeitig gedreht wird, dann trifft das vor allem diejenigen, die ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen müssen“, sagt die Sprecherin des Hamburger Sozialverbandes, Sally Peters.

Für unsere August-Ausgabe habe ich versucht, einen Überblick über die zahlreichen Sparpläne zu verschaffen. Wie viele Menschen allein in Hamburg betroffen wären, hat mich erschreckt. Um wie viel Geld es teilweise für die Betroffenen geht, ebenfalls. Einen Auszug aus meinem Artikel können Sie weiter unten in dieser Mail lesen. Den ganzen Text finden Sie im Magazin.

Angesichts der sommerlichen Temperaturen möchte ich Sie an dieser Stelle noch einmal auf unseren Reiseführer in der aktuellen Ausgabe hinweisen. Die Redaktion hat erprobt, wo man in Hamburg südlich der Elbe Urlaub machen und sich dabei noch viel weiter im Süden wähnen kann. Dabei sind wir über die Harburger Alpen bis in die hiesige Toskana geradelt, um abschließend in Neapel eine Pizza zu essen. Ich kann ihnen das Nachmachen nur empfehlen. Den ganzen Reisebericht finden Sie hier.

Hinz&Kunzt Randnotizen

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Artikel aus der Ausgabe:

Ab in den Süden

Ein Reisebericht: Wie viel mediterranes Flair findet man in der Region rund um die ,norddeutschen Alpen‘ (Harburger Berge)? Und: Die Folgen der angekündigten Kürzungen von Hamburger Senat und Bundesregierung für Betroffene. Außerdem haben wir mit Menschen gesprochen, die mit Suchterkrankung ein selbstbestimmtes Leben führen.

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Autor:in
Benjamin Buchholz
Benjamin Buchholz
Seit 2012 bei Hinz&Kunzt. Redakteur und CvD für das Onlinemagazin.