Die Zahl der Haushalte, denen vorübergehend der Strom abgedreht wird, steigt in Hamburg weiter an. Würde ein Notfallfonds helfen?
6613 Mal wurde Hamburger Haushalten im vergangenen Jahr der Strom von den Netzbetreibern abgedreht, weil sie ihre Rechnung nicht bezahlt haben – fast 500 mehr als noch im Jahr zuvor. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage der Linksfraktion hervor. Verglichen mit 2023 hat sich die Zahl gar verdreifacht – damals gab es 2174 Stromsperren.
Allerdings hielten sich 2022 und 2023 die Energieanbieter wegen explodierender Preise mit Sperren zurück. Zudem bemühte sich der Senat damals um Härtefallregelungen und legte einen Fonds für Menschen auf, die keine Ansprüche auf Sozialleistungen und damit Hilfe vom Amt hatten und ihre Energierechnungen nicht bezahlen konnten. Seit April 2024 gibt es den nicht mehr – deswegen ist der direkte Vergleich schwierig.
...
