Bundesregierung : Hartz-IV-Empfänger*innen erhalten nächstes Jahr etwas mehr Geld

Die Diakonie und der Paritätische Gesamtverband fordern als Soforthilfe die sofortige Erhöhung der Regelsätze in Hartz IV und Altersgrundsicherung um 100 Euro pro Kopf und Monat. Foto: Knut F. Domrik / pixelio.de

Für Hilfeempfänger*innen gibt es ab dem kommenden Jahr etwas mehr Geld. Statt um anderthalb Prozent steigt der Regelsatz für Singles jetzt um etwas mehr als drei Prozent auf 446 Euro.

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In der vergangenen Woche hatten die Wohlfahrtsverbände die Bundesregierung scharf kritisiert: Hartz-IV-Empfänger*innen erhielten zu wenig Geld, um sich gesund ernähren zu können. Hintergrund der Kritik war eine Studie des Paritätischen Gesamtverbands. Demnach fehlen Hilfeempfänger*innen inzwischen mehr als 100 Euro pro Monat für gesundes Essen.

„In der Corona-Krise hat sich die Situation weiter verschärft“, kritisierte Maria Loheide, Vorstandsmitglied für Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, bereits vergangene Woche. Sie fordert: „Mindestens 100 Euro mehr pro Monat als Soforthilfe sind für Menschen mit Grundsicherung dringend nötig.“

Dieser Forderung kommt das Bundesarbeitsministerium nicht nach. Aber: Die sogenannten Regelsätze werden zum kommenden Jahr jetzt doch etwas stärker angehoben. Alleinstehende erhalten demnach künftig 446 Euro – ein Anstieg um 14 Euro statt der angekündigten sieben Euro. Allerdings müssen Bundestag und Bundesrat der Erhöhung noch zustimmen.

Autor*in
Jonas Füllner
Jonas Füllner
Studium der Germanistik und Sozialwissenschaft an der Universität Hamburg. Seit 2013 bei Hinz&Kunzt - erst als Volontär und inzwischen als angestellter Redakteur.

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