Notunterkunft für Obdachlose : Hamburg plant Neubau des Pik As

Im Pik As sollen Obdachlose unkompliziert einen Übernachtungsplatz bekommen - und dann zügig in andere Einrichtungen umziehen. Oft gelingt das aber nicht. Foto: Mauricio Bustamante

Nach mehr als 100 Jahren soll im Pik As vieles besser werden: fördern&wohnen plant einen Neubau der Obdachlosenunterkunft. Das gibt Rembert Vaerst, bis Dezember Geschäftsführer von f&w, im Interview mit Hinz&Kunzt bekannt.

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Ein zentrales Grundstück zu finden ist die größte Herausforderung. Derzeit ist der städtische Unterkunftsbetreiber fördern&wohnen auf der Suche nach einem Platz für einen Neubau der Notunterkunft Pik As. Das wird auch Zeit: „Die baulichen Verhältnisse im Pik As sind nicht gut, das Gebäude ist mehr als 100 Jahre alt“, sagt Ex-Geschäftsführer Rembert Vaerst im Interview in der Januar-Ausgabe von Hinz&Kunzt. Viele der Bewohner lebten lange Zeit in der Notunterkunft, obwohl sie eigentlich einen Anspruch auf einen Platz in einer regulären städtischen Wohnunterkunft mit höherem Standard hätten. Auch unter der neuen Geschäftsführung werden die Pläne weiter verfolgt.

Rembert Vaerst war bis Dezember 2016 Geschäftsführer bei fördern&wohnen. Foto: Dmitrij Leltschuk

Vaerst wünscht sich Neubauten an gleich zwei Standorten in „vernünftigem baulichen Standard, der auch unseren Mitarbeitern ganz andere Möglichkeiten gibt.“ Dann könnte das Pik As eine wirkliche Notunterkunft sein „für Menschen, die drei bis sieben Tage eine Notübernachtung oder einen Erfrierungsschutz brauchen“, so Vaerst.

Anschließend würden die Bewohner in andere, geeignetere Einrichtungen umziehen können. „Das nachfolgende Hilfesystem müsste so schnell sein, dass wir sie dann in wenigen  Tagen in eine entsprechende Einrichtung verweisen können.“ Bislang gebe es jedoch zu wenige reguläre Unterkunftsplätze für Wohnungslose in Hamburg, räumt Vaerst ein. Zu den Gründen äußert er sich ausführlich in der Januar-Ausgabe von Hinz&Kunzt.

Über den Autor
Benjamin Laufer
Schreiben, was schief läuft, damit es sich ändert: Benjamin Laufer arbeitet als Journalist in Hamburg hauptsächlich zu Sozial- und Innenpolitik.

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