Corona : Impfung von Obdachlosen verzögert sich

Mitarbeiter*innen der Wohnungslosenhilfe wurden inzwischen zur Impfung in den Messehallen aufgerufen. Obdachlose hingegen müssen warten, da das Corona-Vakzin von Johnson & Johnson vorerst nicht verimpft wird. Foto: Actionpress / imagebroker.com

Der Stopp der Auslieferung des Impfstoffs von Johnson & Johnson in Europa hat Auswirkung auf Hamburgs Obdachlose. Sie sollten ab nächster Woche mit dem Einmal-Vakzin gegen Corona geimpft werden.

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Seit gestern lagern 230.000 Impfdosen des US-Herstellers Johnson & Johnson in einem Versorgungslager der Bundeswehr in Quakenbrück in Niedersachsen. Mit einem Bruchteil der großen Impfmenge sollten kommende Woche Hamburgs Obdachlose im Winternotprogramm eine einmalige Impfung gegen Corona erhalten.

Nach Impfungen mit dem Corona-Vakzin von Johnson & Johnson in den USA traten dort allerdings sehr vereinzelt Thrombosefälle bei Geimpften auf. Nachdem eine Frau daran starb, haben die US-Gesundheitsbehörde die Auslieferung gestoppt.

Ob und wann der Impfstoff jetzt in Hamburg eingesetzt werden kann, ist nach Angaben der Sozialbehörde noch nicht absehbar. Das ist bedauerlich, denn: Johnson & Johnson ist bislang der einzige Impfstoff, der seine Wirkung bei der ersten Impfung komplett entfaltet. Aus diesem Grund war dieses Präparat in Hamburg für Obdachlose und Bewohner*innen von städtischen Wohnunterkünften vorgesehen.

Autor*in
Jonas Füllner
Jonas Füllner
Studium der Germanistik und Sozialwissenschaft an der Universität Hamburg. Seit 2013 bei Hinz&Kunzt - erst als Volontär und inzwischen als angestellter Redakteur.

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