Warmes Hotelzimmer für Obdachlose
Behütete Nächte im warmen Hotelbett statt bei Dauerfrost frierend auf Hamburgs Straßen: Eine Firma aus Wetzlar spendiert zwei Hamburger Obdachlosen für mehrere Nächte ein Zimmer.
Behütete Nächte im warmen Hotelbett statt bei Dauerfrost frierend auf Hamburgs Straßen: Eine Firma aus Wetzlar spendiert zwei Hamburger Obdachlosen für mehrere Nächte ein Zimmer.
Vergangene Nacht sanken die Temperaturen auf minus 13 Grad. Zum Glück öffneten Boxer ihre Halle. Dadurch fanden Obdachlose Schlaf im Warmen, denen die Stadt Hamburg ein Bett verwehrt.
Auch bei starkem Frost schließt die Stadt Hamburg das Winternotprogramm für einige Stunden. Derweil häufen sich die privaten Hilfsangebote für Obdachlose.
Hilfe während der Kältewelle für alle Obdachlosen – unabhängig von ihrer Nationalität – bieten jetzt Hamburger Boxer. Sie verwandeln ihre Trainingshalle in einen Schlafsaal.
1546 Hamburger Haushalte wurden vergangenes Jahr zwangsgeräumt – die niedrigste Zahl seit 13 Jahren. Während der Senat sich zufrieden zeigt, fordert die Linke strengere Regeln für die SAGA, denn: Jede vierte Räumung geht auf das Konto des städtischen Unternehmens.
Weiterhin wird vielen osteuropäischen Obdachlosen der Zutritt zum städtischen Winternotprogramm verweigert – bislang wurden 124 Menschen wieder weggeschickt. Hinz&Kunzt-Chefredakteurin Birgit Müller: „Die Stadt riskiert, dass sie zu Schaden kommen.“
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Schnee und Schneeverwehungen. Trotzdem öffnet die Stadt das Winternotprogramm weiterhin nicht ganztags und für alle. Einziges Zugeständnis bislang: Die Obdachlosen dürfen zwei Stunden eher rein und zwei Stunden länger bleiben.
Im Winter ist das Leben auf der Straße gefährlicher als ohnehin. Wer einen Obdachlosen in Not sieht, sollte ihn zunächst ansprechen und im Zweifel den Notruf wählen. Aufrufe, beim Mitternachtsbus anzurufen, führen in die Irre.
Die Bahn zeigte den Bettler David an, weil er auf einem ihrer Grundstücke geschlafen hatte. Viele Leser empörte das, sie boten ihm Hilfe an. Ein weiterer Obdachloser muss 450 Euro Strafe zahlen.
Deutschland steht vor der größten Kältewelle dieses Winters: Dauerfrost und Temperaturen bis zu minus 9 Grad werden zum Wochenende erwartet. Für Obdachlose besteht Lebensgefahr.