Palme in der Wüste

Schüler unterstützen ein Jugendzentrum in Bosnien

(aus Hinz&Kunzt 136/Juni 2004)

Die meisten Jugendlichen, die in den Dörfern der Grenzregion zwischen Bosnien und Serbien leben, würden am liebsten weg. Ins Ausland oder in die Städte, in die ihre Eltern vor dem Bürgerkrieg geflohen waren. Ein Jugendzentrum im bosnischen Dorf Krizevici will den Rückkehrern Perspektiven bieten – unterstützt von Schülern aus Norddeutschland.

Pizza für Totti und Tutti

Durchgeknallte Late-Night-Show mit den Autoren Sven Amtsberg und Alexander Posch und dem Dramaturgen Imanuel Schipper

(aus Hinz&Kunzt 136/Juni 2004)

Da sind sie wieder: Die Schriftsteller Sven Amtsberg, Alexander Posch und Dramaturg Imanuel Schipper – und mit ihnen eine neue durchgeknallte Kult-Show im Malersaal. Ihre Fußball-Italien-Late-Night verspricht vier Abende zwischen guter Unterhaltung und absolutem Trash, zwischen arte und RTL II.

Umstrittene Babyretter

Leila Moysichs Buch über anonyme Geburt und verzweifelte Mütter

(ausHinz&Kunzt 136/Juni 2004)

Wie ein Medienprofi. Im dunkelblauen Kostüm mit pinkfarbenem Schal lächelt Leila Moysich in die Kameras und präsentiert ihr Buch „Und plötzlich ist es Leben“ (Europäische Verlagsanstalt, 19,90 Euro). Das Ambiente ist gepflegt, fast erhaben im fünften Stock der Dresdener Bank mit großartigem Blick auf die Binnenalster. Der Andrang der Medien ist groß. Kein Wunder, hat doch das Projekt Findelbaby vom Hamburger Verein SterniPark seit Eröffnung der ersten Babyklappe im April 2000 eine emotionsgeladene Debatte angestoßen.

„So ein Diadem schmückt halt ungemein“

Sitta Breitenfellner, geborene von Below, schreibt Fürsten-Romane

(aus Hinz&Kunzt 136/Juni 2004)

„Ich könnte dich gar nicht anlügen“, antwortete er mit sanftem Lächeln. Plötzlich fühlte Irina eine große Zärtlichkeit. Sie hatte diesen Mann so sehr geliebt. Damals war er alles für sie gewesen. Aus: „Liebesträume – nie vergessen“, Fürsten-Roman, Band 1928

Bei Motte in der Lehre

Schriftstellerin Dagmar Seifert recherchierte bei Obdachlosen für ihr Buch „Der Winter der Libelle“

(aus Hinz&Kunzt 135/Mai 2004)

Dagmar Seifert ist wieder da. An dem Ort, an dem sie vor ein paar Monaten gebettelt hat. „Hier saß ich“, sagt sie und schaut sich am Mönckebrunnen um. Hinten auf der Bank sitzen die von immer, palavern und trinken ein Bierchen in der Sonne. Motte, ein Hinz & Kunzt-Verkäufer, hatte die Schriftstellerin damals unter seine Fittiche genommen.

Ein Herz für Kinder

Professor Jochen Weil behandelt junge Patienten mit Herzfehlern

(aus Hinz&Kunzt 135/Mai 2004)

Glaube, Liebe, Hoffnung – wenn es etwas gibt, das alles drei symbolisiert, dann das Herz. Was aber, wenn das Herz kaputt ist? Nicht, weil es zerbrochen oder verloren gegangen ist im Laufe des Lebens, sondern von Beginn an einen Fehler hat? Professor Dr. Jochen Weil leitet die Klinik für Kinderkardiologie am Universitätsklinikum Eppendorf. Ein Ort der Liebe, der Hoffnung und manchmal auch des Glaubens.

Fast eine Insel der Seligen

Die Schule Heinrich-Helbig-Straße in Bramfeld

(aus Hinz&Kunzt 135/Mai 2004)

Der Weg war nicht besonders viel versprechend: Bahnhof Barmbek, mit dem Fahrrad die vierspurige Bramfelder Chaussee entlang, hinter der Techniker-Krankenkasse links. Plötzlich wird es anders. Menschlicher, wohnlicher.

Gnadenlose Konkurrenz

Druckereien kämpfen um Kunden – Mitarbeiter zahlen die Zeche

(aus Hinz&Kunzt 135/Mai 2004)

Peter Gawlik kann es auch Wochen später noch nicht fassen. „18 Jahre lang hab ich dort gearbeitet – und nun ist alles vorbei“, sagt der 44-Jährige. Er zeigt auf das verwaiste Gebäude am Rande von Schwarzenbek, wo bis vor kurzem auch Hinz & Kunzt gedruckt wurde.

Klamotten aus dem Knast

„haeftling.de“ verkauft Designer-Mode – und viele profitieren davon

(aus Hinz&Kunzt 135/Mai 2004)

Per Internet lässt sich heutzutage alles verkaufen. Warum nicht auch schicke Kleidungsstücke, die Strafgefangene im Knast gefertigt haben, fragte sich der Berliner Werber Stephan Bohle und stellte gemeinsam mit der Justizvollzugsanstalt Tegel ein einzigartiges Projekt auf die Beine.

Köstlich!

Das Kindermenü von Neuwiedenthal

(aus Hinz&Kunzt 135/Mai 2004)

In einer Hochhaussiedlung in Neuwiedenthal macht der Verein „Hilfspunkt“ etwas ganz Einfaches: Er lädt Kinder zum Essen ein. Es gibt kein Fastfood, und statt vor dem Fernseher wird an einem festlich gedeckten Tisch gegessen. Die Kinder finden das nicht langweilig, sondern einfach klasse.